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Lustiger Superheld

Andrew Garfield vergleicht Spider-Man und Batman

Bitte nicht zu nachdenklich, bloß nicht humorlos! Warum Spider-Man nicht Batman sein darf…

Gibt sich zwar sehr nachdenklich, will aber auch andere Seiten zeigen: Andrew Garfield (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Gibt sich zwar sehr nachdenklich, will aber auch andere Seiten zeigen: Andrew Garfield (Foto: Sony Pictures)

In den Comics ist Spider-Man neben seiner physischen vor allem auch für seine verbale Schlagfertigkeit bekannt - launige Wortwechsel begleiten jedes Abenteuer. Stoßgebete dürften eingefleischte Fans gen Himmel geschickt haben, als sie Plakate und Trailer zu "The Amazing Spider-Man" sahen. Denn tatsächlich schien es, als wandelte der Netzschwinger in seinem neuen Film auf den Spuren eines anderen Superhelden. Ernst und wortkarg präsentierte sich der einst so fröhliche Verbrechensbekämpfer nun. Hatten sich die Macher des "Spider-Man"-Neustarts zu sehr von Christopher Nolans "The Dark Knight" inspirieren lassen?

"The Amazing Spider-Man" höchstselbst, Andrew Garfield, zerstreute diese Ängste nun in einem Interview. "Wir wollten nichts Düsteres, sondern etwas Geerdetes kreieren. Würden wir versuchen, Batman zu imitieren, dann würden wir scheitern."

Das werden Fans gerne hören. Denn so wie Batman in seiner langen Comicgeschichte vor allem für grimmige Einsilbigkeit und Analytik steht, so definiert sich Peter Parkers Alter Ego Spider-Man über jugendlichen Wortwitz und Draufgängertum. Faktoren, die Garfield verinnerlicht hat: "Spider-Man ist witzig, Spider-Man ist ein Jugendlicher, Spider-Man will Spaß haben. Er ist ein Teenager, er muss seine erste Liebe erleben und sich richtig austoben."

Ein Fan im Kostüm

Garfield hat die Essenz des Superhelden also voll verinnerlicht und klingt selbst wie ein Fan der Comics: "Mir geht es nicht darum, Geld zu verdienen und das ganze Drumherum. Mir geht es darum, dass dem Charakter gedient ist und er mit Respekt behandelt wird."

Mit dieser selbstlosen Einstellung dürfte Garfield genau der richtige Mann für die Hauptrolle sein. Denn eine Herausforderung des Film ist es auch, der Figur so kurze Zeit nach Sam Raimis überaus erfolgreicher "Spider-Man"-Trilogie eine neue Dimension zu verleihen.

Regisseur Marc Webb scheint seine Formel dafür gefunden zu haben: "Peter Parker hat bestimmte Punk Rock-Qualitäten, die wirklich respektlos und lustig sind, und die Andrew auf eine Art verkörpert, die wir bisher noch nicht zu sehen bekamen." Langjährige Leser der Comics können also aufatmen: Spider-Man erfindet sich neu und bleibt sich doch treu.

hlo, Los Angeles, 22.02.2012, 09:25
 
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