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Miese Gegend

Bale in der Drogenhölle

An großen Vorbildern kann man wachsen oder scheitern.

Christian Bale lernt die Schattenseiten der Stadt der Engel kennen (Foto: Warner) Großansicht

Christian Bale lernt die Schattenseiten der Stadt der Engel kennen (Foto: Warner)

Mutig ist es auf jeden Fall, dass die Macher des Gangsterdramas "Harsh Times" ihren Film als "Westcoast-Version von 'Hexenkessel'" ankündigen. Immerhin etablierte der Kultfilm von 1973 den Regisseur Martin Scorsese als größtes Talent des New Hollywood. Zudem ebnete die Gangsterballade um das Leben und Überleben in den Mafia-beherrschten Straßen von New York den Jungspunden Robert De Niro und Harvey Keitel ihren Weg auf den Schauspiel-Olymp.

In deren Fußstapfen sollen nun der neue "Batman" Christian Bale und Independent-Star Freddy Rodriguez treten. Statt im legendären Spaghetti-Viertel Little Italy im Big Apple wird "Harsh Times" dabei aber im berüchtigten South Central District von L.A. spielen, dem schon John Singleton mit "Boyz'n The Hood" ein brutales Denkmal setzte. Bekannt für seine Gangs, Crack-Dealer und Straßenkämpfe - die schweren Rassenunruhen von 1992 nahmen hier ihren Anfang - dient South Central nun als Kulisse für den arbeitslosen Mike (Rodriguez) und dessen Kumpel Jim (Bale), der gerade einen Job bei der staatlichen Anti-Drogenbehörde DEA ergattert hat.

Verhängnisvolle Sauftour

Bevor Mike seinen Dienst antritt, lassen es die beiden auf einem Auto-Trip durch South Central nochmal so richtig krachen. Dank kesser Lippe und einigen Bieren zu viel kommt es dabei zum Eklat.

Das schwere Erbe von Martin Scorsese im Regiestuhl tritt Drehbuchautor David Ayer an. Er schrieb schon "Training Day", der Denzel Washington immerhin einen Oscar bescherte. Mit "Harsh Times" gibt Ayer sein Debüt hinter der Kamera.

Ob das Ganovenstück von der Westküste dann auch tatsächlich dem Vergleich mit dem großen Vorbild aus dem Osten standhalten kann, zeigt sich beim Kinostart Ende 2005.

sun, Los Angeles, 03.11.2004, 15:55
 
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