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Peanuts

Banker ist Bösewicht in Tykwers neuem Film

Seine letzten Filme fanden trotz überwiegend positiver Kritiken nur wenig Zuspruch beim Publikum. Jetzt will sich der deutsche Regisseur einem potentiell massentauglicheren Stoff widmen - einem Action-Adventure.

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Auch in Hollywood gefragt: Tom Tykwer (Foto: Kurt Krieger)

Tom Tykwer soll den Regieposten für das geplante Spektakel "The International" übernehmen, derzeit befindet er sich in Verhandlungen mit den Produzenten. Die Chancen für den mit "Lola rennt" auch jenseits des Atlantik bekannt gewordenen Deutschen stehen gut, schließlich bewies er mit dem innovativen Genremix trotz des geringen Budgets ein hervorragendes Gespür für rasante Szenen.

Besonderen Gefallen dürfte Tykwer dabei am Drehbuch des Actionstreifens gefunden haben. Eric Singer ("Aeon Flux") entwarf die Geschichte um einen obsessiven Interpol-Polizisten, der einem ganz besonderen Feind hinterherjagt: einem mächtigen internationalen Banker, der in Geldwäsche, Waffengeschäfte, Drogenhandel und Terrorismus verstrickt ist.

Passendes "Feindbild"

Neben seiner Karriere als Regisseur, Drehbuchautor und Komponist fiel Tykwer im Vorfeld der Bundestagswahl 1998 auch als Unterstützer und Finanzierer der Anarcho-Partei "Chance 2000" auf. Diese brachte es schlussendlich auf immerhin knapp 30.000 Stimmen.

Der deutliche Seitenhieb auf den Großkapitalismus in "The International" dürfte ihm also ebenso liegen, wie die erwartungsgemäß zahlreichen Verfolgungsjagden. Über leere Auftragsbücher kann Tykwer sich jedenfalls derzeit nicht beklagen.

Gerade erst stellte er den Kurzfilm "True" für das Episodenwerk "Paris, je t'aime" fertig, demnächst soll er bei der Romanverfilmung "Das Parfüm" unter den Fittichen von Erfolgsproduzent Bernd Eichinger im Regiestuhl sitzen.

mab, 08.10.2004, 15:53
 
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