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Beckinsale enttarnt CIA-Spitzel
Nach Michael Moores Anti-Kriegs-Doku "Fahrenheit 9/11" und dem packend realistischen Drama "Home of the Brave" bringt Regisseur Rod Lurie ("Rufmord - Jenseits der Moral") nun das Politdrama "Nothing but the Truth" auf die große Leinwand. Basierend auf seinem eigenen Drehbuch beleuchtet Lurie darin einen der größten Skandale der jüngsten amerikanischen Geschichte.
Kate Beckinsale spielt eine Washingtoner Reporterin, die eine CIA-Agentin enttarnt. Da die Journalistin ihren Informanten nicht preisgeben will, wird sie in Beugehaft genommen. Matt Dillon wird als Ankläger zu sehen sein, Vera Farmiga ("Departed - Unter Feinden") als verratene Spionin. Ebenfalls mit dabei sind Alan Alda ("Aviator") als Beckinsales Anwalt und Edie Falco ("The Sopranos") als Redakteur der Zeitung, die den brisanten Artikel veröffentlichte.
Wahrer Fall
Das Skript lehnt sich an die so genannte Plame-Affäre an: 2002 wurde der ehemalige US-Diplomat Joseph Wilson in den afrikanischen Staat Niger geschickt, um herauszufinden, ob der Irak dort waffenfähiges Uran kaufen wollte. Als er keinerlei Hinweise dafür fand, kehrte Wilson mit leeren Händen in die USA zurück. Die Bush-Regierung verwendete die angeblichen Uran-Käufe trotzdem als Begründung für Bombenangriffe gegen den Irak.
Als der Diplomat daraufhin einen kritischen Zeitungsartikel verfasste, rächte sich die US-Regierung, indem sie Informationen über die Geheimdiensttätigkeit von Wilsons Ehefrau Valerie Plame an die Medien weitergab. Die Journalisten, die über Plame berichteten, gerieten in die Kritik, weil sie die Regierungsmitarbeiter deckten, die Plame an die Presse verraten hatten. Als Folge wurde die Rolle der Medien in den USA heiß diskutiert.
sto, Washington, 19.07.2007, 16:00
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