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Der Staatsfeind Nr. 1 ist seinem Verfolger ins Netz gegangen und wird ins Gefängnis überführt - aber nicht für lange
Kult-Kriminelle: Die Crime-Facts:
Mit der Verhaftung von Al Capone durch Eliot Ness im Jahr 1931 ging eine der berüchtigsten Gangsterkarrieren der US-Geschichte zu Ende. Aber die Zeit war reif für weitere legendäre Kriminelle - denn es war die Zeit der Großen Depression, der größten Wirtschaftskrise, die das Land je heimgesucht hatte. Bonny und Clyde erbeuteten sich das Geld, das sie brauchten, von den Banken, Ma Barker tat es ihnen nach und John Dillinger perfektionierte den Habitus des Gentleman-Gangsters. Die Skrupellosigkeit, mit der diese sogenannten "Public Enemies" vorgingen, führte zum Ausbau jener Eliteeinheit, die heute als FBI bekannt ist. Um Dillinger das Handwerk zu legen, wurde der Gerechtigkeitsfanatiker Melvin Purvis auf ihn angesetzt. Und Amerika hatte eine zeitlang sein neues Dreamteam aus Gut und Böse.
Im Portrait: John Dillinger
Ohne ihn wären die 30er Jahre, das goldene Zeitalter des US-Verbrechens, nicht komplett: John Dillinger ist ohne Frage eine Gangsterlegende. Bis heute wird der elegante, aber skrupellose Gesetzesübertreter als eine Art moderner Robin Hood verehrt. Mindestens zwei Dutzend Banküberfälle hat er verübt, er ist in vier Polizeistationen eingebrochen und zweimal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Die Selbstüberschätzung, die er dabei an den Tag legte, wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Verwundet und von einer allein auf ihn angesetzten FBI-Einheit verfolgt, kehrte er nach dem legendären Shootdown an der Little Bohemia Lodge nach Chicago zurück. Überzeugt davon, dass er unfassbar sei, ging er ins Kino. Vor dem Ausgang wartete die Polizei - und setzte Dillingers Leben auf den Tag genau einen Monat nach seinem 31. Geburtstag ein Ende.
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Christian Bale verkörpert in "Public Enemies" den erbarmungslosen FBI-Mann Melvin Purvis
Im Portrait: Melvin Purvis
Melvin Purvis gehört zu John Dillinger wie Batman zu Joker. Während der eine ein Gesetz nach dem anderen übertrat, jagte ihm der andere wie ein manisch Getriebener hinterher. Nachdem Purvis Dillinger erfolgreich zur Strecke gebracht hatte, wurde er zum Medienstar und Nationalhelden. Seine Popularität überflügelte selbst die von FBI-Direktor J. Edgar Hoover - was innerhalb der Zentrale zu Missgunst führte. Ein Jahr nach dem Tod Dillingers verließ Purvis das FBI. Und arbeitete fortan als Anwalt und Radiomoderator für Kindersendungen.
bdu, 14.12.2009, 10:22