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Bob Marleys Sohn als jamaikanischer Romeo
Streit? Mit den Capulets? Ach, lass ma...
Weißer Strand, Reggae und vielleicht ein bisschen "Cool Runnings" - das fällt dem gemeinen Europäer zu Jamaika ein. Doch nach der Komödie um das legendäre Bob-Team mit Rastazöpfen kommt der nächste filmische Meilenstein für die Karibik-Insel ernst und dramatisch daher: Shakespeares "Romeo und Julia".
Die Hauptrolle übernimmt einer der prominenten Söhne Jamaikas: Ky-Mani Marley ist der Sprössling von Reggae-Legende Bob Marley und Anita Belnavis, die in den 70ern die jamaikanische Tischtennis-Szene (!) dominierte. Und weil sich Marley jr. dem Erbe seines Vaters verpflichtet fühlt, hat er das Projekt nach einem Song des Altmeisters benannt: "One Love".
Nachdem der Film die klassische Story ins heutige Jamaika verfrachten wird, ist auch im Soundtrack mit Reggae-Klängen zu rechnen. Wer also dachte, Baz Luhrmanns moderne Fassung von "Romeo & Julia" sei an Verfremdung nicht mehr zu überbieten, stelle sich "Lovefool" von den kühlen skandinavischen Cardigans in einer heißen Reggae-Version vor und ersetze den jugendlichen Charme von Claire Danes und Leo DiCaprio durch die unerschütterliche Seelenruhe jamaikanischer Strand-Boys. Lebemann Billy hätte sicher seine Freude gehabt.
Regie bei "One Love" wird übrigens Don Letts führen, der sich mit zahlreichen Dokus über seine Lieblingsband, die Punk-Rocker von "The Clash", einen Namen gemacht hat.
Ky-Mani Marley, der neben dem Musiker Ziggy Marley noch weitere zehn Halbgeschwister hat, stand bereits mit Wyclef Jean und Box-Champ Lennox Lewis für das Gangster-Drama "Shottas" vor der Kamera und gilt als schauspielerisches Naturtalent.
Freuen wir uns also auf die klassische Liebesszene auf Jamaikanisch:
Romeo: "Nur Eile rettet mich, Verzug ist Tod!"
Julia: "Drum bleibe noch, zu gehn ist noch nicht Not."
Romeo: "Auch wieder wahr. Hast Du noch Rum?"
07.04.2003, 17:43
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