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Gesammelte Werke von Sly & Co.

Bodycount der "Expendables"-Stars

Die Jungs sind ewig im Geschäft, haben von je her einen nervösen Abzugsfinger - höchste Zeit für eine kurze Zwischenbilanz des Todes.

Beim Bodycount der Großansicht

Beim Bodycount der "Expendables"-Stars macht's die Masse (Foto: Splendid)

Ach, die wundervollen 80er Jahre - zumindest in punkto robuster Action das filmische Maß der Dinge. Ohne ethisch-moralische Beißhemmung durften die Recken des beinharten Genres damals noch wegputzen, was immer sich dem patriotischen Ziel in den Weg stellte. Der böse Russe, der ewige Nazi, der verschlagene Asiat - Fieslinge aller Art, Farbe und Größe dienten damals leidglich als Kanonenfutter fürs Großkalibrige. Nix mit "Phaser auf Betäubung!"; das Motto der wilden 80er lautete "Photonentorpedos - Feuer".

Sowas hinterlässt natürlich Spuren. Zumindest cineastische. Und wenn man, wie Sylvester Stallone in "The Expendables", die geballte Feuerkraft der 80er in einem Film versammelt, lohnt sich das Nachrechnen. Headcount: 9 Stars. Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Bruce Willis, Terry Crews, Dolph Lundgren, Steve Austin, Randy Couture, Mickey Rourke - jeder einzelne bewiesenermaßen mit Hang zum Massenmord. Bodycount: Na, was schätzten Sie? Wie viel übles Gelichter hat dieser Stoßtrupp gehäufelt im Lauf seiner mimischen Karriere so weggeputzt? Dabei nicht vergessen, dass Killer-Ikonen wie Rambo (Sly Stallone) oder John McClane (Bruce Willis) sich gleich in mehreren Episoden durch halbe Länder oder Immobilien schnetzeln durften. Dutzenden, wohl eher hunderten Toten, war es dabei ja nicht mal vergönnt, ihr Leben auf der großen Leinwand auszuhauchen. Etliche der dünneren Schlachtplatten und Spätwerke unseres teils schon stark angegrauten Kampftrupps verkrümelten sich ja direkt auf DVD. Aber: Skalp ist Skalp - müssen also alle mitgezählt werden.

Na gut: Ehe das Killerkommando noch ein paar weitere Gräber füllt - und die Statistik prompt nicht mehr stimmt, lösen wir auf: 1.593 Entleibungen tutto completto - womit sie die Gesamtzahl der Opfer des Titanic-Untergangs um mindestens 80 Seelen überrunden. Die beachtlichste Strecke entfällt dabei auf "Universal Soldier" Dolph Lundgren, der mit 632 Niederschlägen das Feld souverän anführt - gefolgt von Sylvester Stallone mit 340 Volltreffern und Jet Li mit soliden 231 Opfern seiner Handkante. Detailverliebte Action-Fans und CSI-Statistiker finden die gesamte History of Violence hier:

Sylvester Stallone träumt von noch mehr Stars

Da geht aber noch mehr, meint "Expendables"-Mastermind Sylvester Stallone: Vom großen US-Erfolg seines Ultra-Actioners beseelt hat er schon erhabene Visionen von Teil 2 mit noch wuchtigeren Helden. Er träumt von Arnold Schwarzenegger in einer großen Rolle, will Kurt Russell, Jean-Claude van Damme, Steven Seagal, Danny Trejo. "Wenn du einen Gewinner am Start hast, bleib dran", ließ er diesbezüglich eine alte Pferdewetten-Weisheit vom Stapel. "Es wäre großartig, wenn die alte Jungs wieder am Start wären - und dazu ein paar von denen, die diesmal nicht dabei waren. Und dazu noch ein bisschen frisches Blut". Interessant. Obwohl man gar nicht so den Eindruck hat, dass der Film an Blutarmut leidet.

Sogar bei der Wahl des nächsten Oberfieslings will er auf bewährte Qualität setzten: "Ich möchte Bruce Willis als Schurke. Ich hab' zu ihm gesagt: 'Bruce, dich würde ich liebend gerne zwei Stunden hetzten - wäre genau mein Ding.'" Bleibt uns eigentlich nur noch, Bruce ein fröhliches "Yippie ya yay - Schweinebacke" zu wünschen. Und zu spekulieren, ob der nächste "Expendables"-Trupp die magische Bodycount-Grenze von 2.000 reißt. Egal, ob mit jungen oder altem Blut.

aj, Los Angeles, 20.08.2010, 15:04
 
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