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Ohrenschmaus

Branagh verfilmt "Die Zauberflöte"

Wolfgang Amadeus Mozart selbst zu verkörpern, das ist Kenneth Branagh zu seiner großen Enttäuschung verwehrt geblieben. Doch zumindest als Regisseur plant er nun, dem österreichischen Komponisten ein Denkmal zu setzen.

Besitzt ein Faible für klassische Stoffe: Kenneth Branagh (Foto: Jugendfilm) Großansicht

Besitzt ein Faible für klassische Stoffe: Kenneth Branagh (Foto: Jugendfilm)

Vor mittlerweile 20 Jahren hatte den gebürtigen Nordiren die späte Entscheidung der Produzenten von "Amadeus", eine rein US-amerikanische Besetzung zu engagieren, die Titelrolle in Milos Formans mit Preisen überhäuftem Meisterwerk gekostet.

Doch nun plant Kenneth Branagh erneut, Mozart auf die große Leinwand zu bringen - allerdings nicht als Schauspieler, sondern Regisseur. Mit "Die Zauberflöte" nimmt er sich der letzten und wohl populärsten Oper des früh verstorbenen Musikgenies an.

Das epochale Werk wurde im September 1791 uraufgeführt, nur gut zwei Monate vor Mozarts Tod. Es erzählt die märchenhafte Geschichte eines jungen ägyptischen Prinzen, der auf der Suche nach einer angeblich entführten Prinzessin zum Manne reift und gleichzeitig die Liebe kennenlernt.

Nur teilweise Originalsprache

Dass "Die Zauberflöte" nun im Kino erklingt, ist auch dem finanziellen Engagement des britischen Kunstliebhabers Sir Peter Moore zu verdanken. Branagh beabsichtigt dabei offenbar, die Kinoversion zweisprachig zu gestalten: Die berühmten Arien sollen in ihrer Ursprungssprache Deutsch gesungen werden.

Mit Rücksicht auf die Verständlichkeit des Inhalts für das Publikum sollen sämtliche Dialoge jedoch in Englisch gesprochen werden. Den gesamten Film stattdessen zu untertiteln, steht derzeit nicht zur Diskussion. Der Grund: Die Zuschauer sollen nicht von den opulenten Bildern abgelenkt werden.

Die Produktion der Opernverfilmung wird voraussichtlich bereits Anfang 2005 starten. Dies wurde auch deshalb möglich, weil die Dreharbeiten zu "Mission: Impossible 3" verschoben wurden. In dem Action-Sequel übernimmt Branagh eine tragende Rolle.

Indes ist sein ambitioniertes Werk nicht der erste Versuch, Mozarts Welterfolg ins Kino zu bringen - bereits 1974 erblickte "Die Zauberflöte" unter der Regie des Schweden Ingmar Bergman das Licht der Leinwand - leider mit geringem Erfolg an den Kinokassen.

mab, 30.09.2004, 16:52
 
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