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Bridges komponiert im Wikinger-Kostüm
Genaue Pläne sind noch nicht gemacht, dennoch kämpft "The Big Lebowski"-Star Jeff Bridges darum, den verrückten aber begnadeten Komponisten in einem Biopic zu verkörpern, da er den Musiker schon immer bewunderte: "Er war einfach großartig, ein wunderbarer Komponist."
Als Wikinger verkleidet, lebte der als Louis Thomas Hardin geborene Künstler in den Straßen von New York. Hardin erblindete im Alter von 16 Jahren, als er mit einer Dynamitkapsel hantierte.
Als Moondog wurde er in den 60er-Jahren zum berühmten Klassik-Komponisten, Dichter, Musiker - und einfach Kult. Egal, ob Sommer oder Winter, er war mit Wikinger-Helm, Speer und langem Bart stets an seiner Straßenecke im Big Apple anzutreffen. Das Hilton-Hotel gab seine Adresse in einer Anzeige einmal mit "Gegenüber von Moondog" an.
Ohne Helm ausgewandert
Der Wahl-Wikinger war von zahlreichen Künstlern hochgeachtet und auch Janis Joplin nahm eine seiner Kompositionen auf.
Als Moondog Anfang der 70er-Jahre von der Straße verschwunden war, glaubte man, er sei gestorben. Doch der Exzentriker war nach Deutschland eingeladen worden, wo er auch bis zu seinem Tod 1999 bleiben sollte und weiterhin Alben veröffentlichte.
Eine Studentin überzeugte Moondog vom bürgerlichen Leben. "Sie hat ihm das Wikinger-Zeugs genommen, seinen Bart rasiert und ihn in einen Anzug gesteckt", so Bridges. "Er ist in den letzten Jahren richtig aufgeblüht. Es gibt Aufnahmen von Live-Performances, die einfach nur großartig sind."
Wir sind gespannt auf Jeff Bridges als exzentrischem Sonderling im Wikinger-Kostüm!
bek, Los Angeles, 08.05.2006, 16:09
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