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Brittany Murphy: Krankheit oder Überdosis?
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Rätselraten um Brittany Murphys Tod: Schwere Krankheit, Medikamentenunfall, -missbrauch oder vorsätzliche Überdosis? (Foto: Kurt Krieger)
Im offiziellen medizinischen Bericht über den Tod von Brittany Murphy ist der Ablauf der Geschehnisse am vergangenen Sonntagmorgen beschrieben: Brittany Murphy ging gegen halb acht ins Badezimmer und schloss die Tür. Ihre Mutter Sharon wollte eine halbe Stunde später nach ihr sehen und fand sie auf dem Boden vor, Brittany reagierte nicht. Sharon schrie sofort um Hilfe und Brittanys Ehemann Simon Monjack, der noch im Bett gelegen hatte, rannte ebenfalls ins Badezimmer. Als die zur Hilfe gerufenen Notärzte eintrafen, war Brittany Murphy bereits "ohne erkennbare Lebenszeichen".
Wie jetzt bekannt wurde, hat die Polizei im Schlafzimmer von Brittany Murphy anschließend eine Vielzahl hochwirksamer Medikamente gefunden. Laut Bericht wurde Brittanys Körper vom Badezimmer, in dem sie leblos aufgefunden worden war, ins Schlafzimmer gebracht. Dort fanden sich auf dem Nachttisch viele leere Packungen von Arzneimitteln: die Schmerzmittel Vicoprofen und Hydrocodon, die Beruhigungsmittel Klonopin und Ativan, das Antidepressivum Fluoxetin, das Epilepsie- und Migränemittel Topamax, der Entzündungshemmer Methylprednisolon, das Diabetesmedikament Carbamazepin, das Bluthochdrucksmittel Propranolol, das Antibiotikum Biaxin sowie zahlreiche Vitaminpräparate.
Brittany Murphy: Krankheit, Unfall oder Selbstmord?
Eine derartige Kombination hochwirksamer Arzneien könnte auf eine schwere Erkrankung bei Brittany Murphy hindeuten. Allerdings waren einige der Medikamente nicht auf ihren Namen ausgestellt, sondern auf den ihres Ehemannes, ihrer Mutter und weiterer noch unbekannter Personen. Dies weist eher auf einen vorsätzlichen Medikamentenmissbrauch hin. Dass so viele der Packungen leer waren, lässt auch eine vorsätzliche Überdosierung möglich erscheinen. Auch ein Unfall durch eine versehentliche tödliche Kombination verschiedene Wirkstoffe wie im Fall von Heath Ledger ist denkbar.
Zudem litt Brittany Murphy unter chronischer Unterzuckerung, im April 2009 musste die Schauspielerin deshalb während eines Drehs in Oregon schon in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Etwa zehn Tage vor ihrem Tod hat Brittany Murphy über Kurzatmigkeit und starke Unterleibsschmerzen geklagt. Sie habe sich aber nichts dabei gedacht, da sie oft starke Regelschmerzen hatte.
Obwohl die Ermittler Mord ausschließen, bleibt der genaue Grund für Brittany Murphys Tod vorerst unklar. Die Gerichtsmediziner wollen sich erst festlegen, wenn in etwa sechs Wochen die Ergebnisse der Tests auf Toxine und Rauschmittel in Murphys Körper vorliegen.
sun, Los Angeles, 23.12.2009, 09:28
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