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Krankheit und Medikamente

Brittany Murphy: Todesursache geklärt

Der Ehemann von Brittany Murphy verklagt ein Filmstudio, weil dessen Absage ihr das Herz gebrochen und den Lebenswillen genommen habe. Doch wie der gerichtsmedizinische Drogentest nun ergeben hat, gab es sehr viel konkretere Ursachen für den tragischen Tod der Schauspielerin.

Brittany Murphy: Die offizielle Todesursache lautet Großansicht

Brittany Murphy: Die offizielle Todesursache lautet "Unfall" (Foto: Kurt Krieger)

Die Gerichtsmedizin von Los Angeles gibt drei Gründe an, warum Brittany Murphy am 20. Dezember überraschend verstarb: eine Lungenentzündung, extrem schlechte Blutwerte und verschreibungspflichtige Medikamente. Wie genau diese Gründe zusammenspielten und welche Medikamente in welcher Dosis in Murphys Blut gefunden wurden, will der zuständige Pathologe Craig Harvey aber erst in einigen Wochen vorlegen, wenn die Analysen bis ins letzte Detail ausgewertet sind.

Unerwartet ist dabei vor allem die Diagnose Lungenentzündung, denn diese Krankheit kann ganz allein schon tödlich sein. Brittany Murphy hatte nach Angaben ihrer Familie in den Tagen vor ihrem Tod zwar über Symptome geklagt, die alle für die Folge einer Grippe hielten - an eine Lungenentzündung dachte aber niemand. Auch als die Schauspielerin aus "Sin City" und "Voll verheiratet" von Kurzatmigkeit sprach, führten sie und ihre Familie das auf allgemeine Erschöpfung zurück.

Brittany Murphy: Gleiches Schicksal wie Heath Ledger?

Über die Medikamente im Blut von Brittany Murphy gab die Gerichtsmedizin nur an, dass diese alle verschreibungspflichtig waren. Also handelte es sich um hochwirksame Arzneimittel. Dies ist aber insofern nicht überraschend, da bekannt war, dass Brittany Murphy unter Depressionen und chronischer Unterzuckerung litt und daher entsprechende Präparate nehmen musste. Unklar ist dabei aber, ob die Kombination der unterschiedlichen Medikamente ähnlich wie im Fall von Heath Ledger tödliche Wechselwirkungen auslösten. Das will die Gerichtsmedizin noch durch weitere Untersuchungen klären. Das miserable Blutbild bei Brittany Murphy zeugt dazu von einem sehr schlechten Allgemeinzustand, in dem eine Überdosierung starker Arzneien für den Körper umso leichter zu einer tödlichen Belastung werden kann.

Die offizielle Todesursache lautet damit auf "Unfall". Trotzdem tauchten die Ermittler tags zuvor noch bei den Hinterbliebenen von Brittany Murphy auf. Besonders Murphys Witwer Simon Monjack wurde erneut intensiv befragt, woher die Medikamente stammten, die Brittany Murphy einnahm. Angeblich lieferte ein Bote diese jeden Freitag in einem Briefumschlag mit dem Namen "Lola" darauf persönlich im Hause Murphy ab. Der falsche Name wurde vermutlich verwendet um Brittany Murphy aus den Schlagzeilen zu halten.

Die Schauspielerin war am 20. Dezember nach einem Notruf ihrer Familie leblos im Badezimmer aufgefunden worden, sämtliche Wiederbelebungsversuche waren gescheitert. Simon Monjack verklagte später das Filmstudio Warner, weil deren Absage an Brittany Murphy für eine Sprechrolle in "Happy Feet 2" ihr "das Herz gebrochen" habe und damit die Todesursache sei. Warner weist das als haltlos zurück.

sun, Los Angeles, 05.02.2010, 11:49
 
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