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Sarah Michelle Gellar

"Buffy" in japanischem Horror-Remake

Ein tödlicher Tobsuchtsfluch rafft reihenweise Menschen dahin...

Den Schreck am Telefon kennt Sarah schon aus Großansicht

Den Schreck am Telefon kennt Sarah schon aus "Scream 2" (Foto: Fox)

Ob eine ehemalige Vampirjägerin gegen solchen Unbill gefeit ist? Das kann Sarah Michelle Gellar, einstmalige Vorzeigeblondine aus der Kultserie "Buffy", demnächst in "The Grudge" beweisen.

Damit tritt Gellar gewissermaßen in die Fußstapfen von Naomi Watts, die sich zuletzt kühl, grünäugig und sexy vor einem Videotape ängstigte. Denn wie zum Überraschungserfolg "The Ring", ein Remake des Nippon-Schockers "Ringu", gibt's auch zu Sarah Michelles "The Grudge" ein japanisches Original: Takashi Shimizu hat erst dieses Jahr mit "Ju-on" seine Landsleute im Reich von Yakuza und High-Tech-Klospülungen gehörig das Fürchten gelehrt.

Der Titel "The Grudge" ("Der Groll") bezieht sich auf einen Fluch, den eine junge Journalistin zufällig bei Recherchen entdeckt: Am Schauplatz eines Mordes bricht sie nach einer beängstigenden Vision bewusstlos zusammen. Bald stellt sich heraus, dass in dem Haus, in dem der Mord geschah, brutale Bluttaten an der Tagesordnung sind - und Zeugen des Gemetzels meist kurze Zeit später ebenfalls in Gras beißen.

Tokyo goes L.A.

Anders als beim Hollywood-Remake von "The Ring", das mit Gore Verbinski ein Amerikaner inszenierte, wird bei "The Grudge" der Regisseur des Originals Regie führen: Takashi Shimuzu bekam das Vertrauen, einen japanischen Erfolg mundgerecht dem westlichen Publikumsgeschmack anpassen zu können, von Sam Raimi ausgesprochen. Der Regisseur von "Spider-Man 1" und 2 steht als Produzent hinter dem Projekt. Raimi hat sich darüber hinaus mit Takashige Ichise auch den Produzenten des Originals mit an Bord geholt.

Für Sarah Michelle ist es die Rückkehr zu ihren Wurzeln: Mit der Comic-Real-Komödie "Scooby-Doo" war sie doch ziemlich auf den Hund gekommen und für die anstehende Fortsetzung mit dem tollen Titel "Scooby Doo 2: Die Monster sind los" hatte sie sich dummerweise schon vor dem Dreh des ersten Teils verpflichtet. Jetzt soll ein Auftritt im vertrauten Gänsehaut-Genre ihr ramponiertes Image wieder aufmöbeln.

Boris Sunjic, Los Angeles, 15.12.2003, 17:30
 
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