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Kämpferisch

Cheadle lässt sich nicht den Mund verbieten

Im Washington der 60er-Jahre kommentierte der Radiomoderator Ralph "Petey" Greene ironisch und überaus witzig die Geschehnisse rund um die Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner.

Good Morning, Washington! Don Cheadle als Kult-Moderator (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Good Morning, Washington! Don Cheadle als Kult-Moderator (Foto: Kurt Krieger)

"I'll tell it to the hot, I'll tell it to the cold, I'll tell it to the young, I'll tell it to the old" - mit dieser kleinen Rapeinlage verabschiedete sich der schwarze Moderator jedes Mal aus seiner Kult-Sendung "Petey Greene's Washington". In den 60er- und 70er-Jahren war er ein gefürchteter, scharfzüngiger Beobachter der amerikanischen Rassenunruhen und der Black-Power-Bewegung. Von seinen weißen Senderchefs, die ihm am liebsten den Saft abdrehen wollten, ließ sich der ehemalige Kleinkriminelle wenig beeindrucken.

Nun soll das Leben des politisch engagierten Journalisten verfilmt werden. In "Talk to me" wird Don Cheadle die Hauptrolle als Petey Greene übernehmen. Chiwetel Ejiofor aus "Inside Man" soll als Greenes Produzent und Mitstreiter zu sehen sein. Die Dreharbeiten beginnen im Juni, Regie führt die Schauspielerin Kasi Lemmons.

Perfekte Besetzung

Mit Don Cheadle haben die Macher von "Talk to me" die perfekte Besetzung für den streitbaren Radiomoderator gefunden. Genau wie Petey Greene kämpft auch Don Cheadle für die gute Sache. Im Januar 2005 reiste der aus "Ocean's Eleven" bekannte Schauspieler nach Darfur, um auf den Massenmord an der sudanesischen Bevölkerung und die dramatische Situation der Flüchtlinge hinzuweisen.

Seine Hautfarbe ist für den 41-Jährigen ein wichtiger Bestandteil seiner Identität: "Du bist, was du verteidigen musst. Und wenn du schwarz bist, wirst immer nach deiner Hautfarbe beurteilt, egal, ob diese dir nun wichtig ist oder nicht."

sto, Los Angeles, 09.05.2006, 14:15
 
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