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Nach Polizei-Attacke

Chinesische Regierung rügt Christian Bale

Christian Bale nahm in China in Sachen Menschenrechte kein Blatt vor den Mund - die Regierung antwortet dem Weltstar mit einem groben Kommentar.

Christian Bale soll sich schämen, findet die chinesische Regierung. (Foto: Warner) Großansicht

Christian Bale soll sich schämen, findet die chinesische Regierung. (Foto: Warner)

"The Dark Knight"-Star Christian Bale wirkt in der chinesischen Produktion "The Flowers of War" mit, der das Massaker von Nanking zum Thema hat. Einen Aufenthalt China um den Film zu promoten, nutzte Bale, um den blinden Menschenrechtsaktivisten Chen Guangcheng, zu besuchen - und zog den Zorn der chinesischen Regierung auf sich.

Dabei schaffte es Christian Bale gar nicht bis zu Guancheng, der für 15 Monate unter Hausarrest steht: Polizisten drängten den Weltstar rüde ab. Bale wurde von einem CNN-Kamerateam begleitet, das den Zwischenfall und ein Interview mit dem Schauspieler sendete.

"Der betreffende Schauspieler sollte sich schämen!"

"Ich bin kein Held", sagte Christian Bale darin. "Das sind die Menschen hier, die zu Chen und seiner Familie stehen. Die dafür geschlagen und eingesperrt werden. Da kann ich doch nicht wegschauen." Und die chinesische Regierung angesichts der Wellen, die der Zwischenfall schlug, nicht weghören - sie gab nun einen bissigen Kommentar in Richtung Christian Bale heraus:

"Wenn sich jemand für diesen Zwischenfall schämen sollte, dann der betreffende Schauspieler und nicht China", heißt es in dem Statement. "Der Schauspieler war von Regisseur Zhang Yimou eingeladen worden, um der Filmpremiere beizuwohnen. Er war nicht eingeladen worden in irgendeines der Dörfer von Shandong, um dort Nachrichten zu erzeugen oder einen Film zu drehen. Wenn er Nachrichten kreieren möchte, wäre das unserer Ansicht nach in China nicht erwünscht."

Hans Fuchs, Peking, 23.12.2011, 17:00
 
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