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David Copperfield trauert

"Citizen Kane"-Oscar für 850.000 $ verkauft

Er war ein großer Verehrer der Hollywood-Legende…

Wertvolle Statue: Der Oscar für Großansicht

Wertvolle Statue: Der Oscar für "Citizen Kane" kam unter den Hammer (Foto: Neue Visionen)

David Copperfield, ein bekennender Fan von Orson Welles, hat beim Wettbieten um den Oscar für dessen Meisterwerk "Citizen Kane" knapp den Kürzeren gezogen: Ein unbekannter Bieter ersteigerte den Goldjungen für 861.542 Dollar im Auktionshaus "Nate D. Sanders" in Los Angeles. Copperfields Angebot war das zweithöchste gewesen.

Der Ex-Mann von Claudia Schiffer zeigte sich danach als fairer Verlierer - statt sich zu grämen, lobte er lieber den Schöpfer des Meisterwerks: "Orson Welles war nicht nur ein Kino-Magier, er war auch als Schauspieler ein Zauberkünstler", sagte David Copperfield.

Orson Welles hatte einst Copperfields allerersten großen TV-Auftritt moderiert, seitdem ist der Illusionist ein großer Bewunderer.

Inzwischen sind Oscars unverkäuflich

Welles' Meisterwerk "Citizen Kane" um das tragische Leben eines großen Geschäftsmannes in den USA gilt dabei vielen als bester Film aller Zeiten, obwohl er nur einen einzigen Oscar gewann - den für das Drehbuch. Darüber ärgerte sich Orson Welles, der Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion war, Zeit seines Lebens.

Der Oscar war übrigens lange Zeit verschwunden gewesen. Welles hatte angegeben, er habe die Statue verloren. Doch 1994 tauchte das wertvolle Stück wieder auf: Der Kameramann Gary Graver versuchte, sie zu verkaufen, und behauptete, Orson Welles habe sie ihm als Bezahlung für seine Arbeit gegeben.

Nach langem Gerichtsstreit wurde der Oscar aber Orsons Tochter Beatrice zugesprochen. Sie versuchte 2007 bereits, die Statue zu verkaufen, es fand sich aber kein Bieter, der den Mindestpreis zu entrichten bereit war.

Damit sich solche Wirren um Goldjungs nicht wiederholen, lässt die Academy seit 1950 alle Oscar-Gewinner eine Erklärung unterschreiben, dass sie ihre Statue niemals verkaufen werden.

Boris Sunjic, Los Angeles, 21.12.2011, 14:27
 
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