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"Borat" missverstanden

Cohen enttäuscht über Zuschauer

Die Satire "Borat", in der Sacha Baron Cohen als kasachischer TV-Reporter die "US und A" besucht, hat für heftige Diskussionen gesorgt.

Verteidigt seine Satire Großansicht

Verteidigt seine Satire "Borat": Sacha Baron Cohen (Foto: Kurt Krieger)

Bereits bevor "Borat" in den Kinos zu sehen war, beklagten sich kasachische Regierungsvertreter, ihr Heimatland würde in der Komödie nicht korrekt dargestellt und lächerlich gemacht.

Dann geriet Sacha Baron Cohen in die Schlagzeilen, weil ihm Klagen von unfreiwilligen "Borat"-Darstellern ins Haus flatterten, denen ihr Auftritt im Nachhinein peinlich ist. Und auch die Vertreter der Sinti und Roma in Europa haben gedroht, wegen angeblich volksverhetzender Kommentare in der Kultursatire vor Gericht zu ziehen.

Nun hat sich der Brite, der sonst um keinen flotten Spruch verlegen ist, ungewohnt ernsthaft zu Wort gemeldet. "Ich hatte wirklich Vertrauen in das Publikum und geglaubt, die Zuschauer würden erkennen, dass es sich bei 'unserem' Kasachstan um ein frei erfundenes Land handelt", gibt Cohen enttäuscht zu Protokoll.

Blaue Hüte für Homosexuelle?

Schließlich mache sich der Film nicht über die ehemalige Sowjetrepublik lustig, sondern über die Menschen, die nichts über Kasachstan wissen und deshalb voller Vorurteile sind: "Wir veralbern die Leute, die glauben, 'unser' Kasachstan könnte wirklich existieren - ein Land, in dem Homosexuelle blaue Hüte tragen und Frauen in Käfige gesperrt werden."

sto, London, 04.12.2006, 16:31
 
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