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News
Comeback des Narbengesichts
Vom Flüchtling zum gefürchteten Mafiapaten: Al Pacino hat genau das in der Gangsterballade "Scarface" vorgemacht.
Als kubanischer Kleinganove Tony Montana ergreift er sofort die Gelegenheit beim Schopf, nach Miami/USA auszuwandern. Das ist nur möglich, weil "Maximo Lider" Fidel Castro im Rahmen der sogenannten Mariel-Harbour-Boatlift-Amnestie seine Gefängnisse öffnet und es Tausenden Verbrechern und "Geisteskranken" erlaubt, das Land zu verlassen.
Der Großteil landet in Miami - wie Tony auch. Dort arbeitet sich der skrupellose Asylant in kürzester Zeit vom Handlanger zum millionenschweren Drogenboss hoch. Schnell steigt ihm der Erfolg zu Kopf, wozu sicherlich auch sein Motto "The World Is Yours" beiträgt. Als er es sich jedoch mit seinem Ex-Chef verscherzt, hat seine letzte Stunde geschlagen.
Scarface ist längst Filmkult
Brian De Palmas explosiver Drogencocktail hat längst Filmgeschichte geschrieben und hat bis heute nichts von seiner Popularität eingebüßt.
Erst kürzlich konnten in den USA über zwei Millionen "Jubiläums-Edition"-DVDs an den Filmjunkie gebracht werden. Damit nicht genug: Eine Vier-Stunden-Fassung erzielte mit 3,6 Millionen Zuschauern eine Top-Einschaltquote im US-Kabelfernsehen. Wen wundert es da, dass Filmmajor Universal mit einer "Scarface"-Mini-TV-Serie für seinen Kabelsender USA Network liebäugelt.
Momentan suchen die Produzenten noch nach geeigneten Talenten vor und hinter der Kamera, die in die Fußstapfen Al Pacinos und Brian de Palmas treten könnten. Ebenfalls noch nicht klar ist, ob die Serie die Charaktere der Filmvorlage wieder auferstehen lassen wird, oder ob neuer Filmstoff entwickelt wird, der in der gleichen Verbrechenswelt Miamis spielt.
Vielleicht taucht bei dieser Gelegenheit auch Ur-Pate Al Pacino in einer Gastrolle auf. "Terminator" Arnold Schwarzenegger hat es ja auch irgendwie immer wieder geschafft...
OlBo, München, 19.11.2003, 16:28
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