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Daniel Craig gibt sich die Schuld für schwachen Bond
Daniel Craig versuchte sich selbst am Drehbuch von "Ein Quantum Trost", während in Hollywood die Autoren im Arbeitskampf waren. Das ging in die Hosen: Der "Bond"-Darsteller gesteht ein, dass seine Bemühungen zu den durchwachsenen Kritiken führte, die auf "Bond 22" einprasselten, und dass er wenig stolz auf seine Leistung als Autor ist.
Gemeinsam mit Regisseur Marc Forster übernahm Craig während des Autorenstreiks den Extrajob, etliche Szenen umzuschreiben. "Wir waren bei 'Quantum' echt am Arsch", erinnert sich Daniel Craig. "Wir hatten nur das Gerippe eines Drehbuches, dann streikten die Autoren und wir standen hilflos da. Es gab keinen, den wir hätten verpflichten können. Also habe ich es selbst versucht - aber ich bin kein Autor."
"Ein Quantum Trost" war nie als "Casino Royale"-Fortsetzung geplant
"Der Regisseur und ich waren die einzigen, die am Drehbuch arbeiten durften", erzählt Daniel Craig weiter. "Die Streikregeln geben vor, dass wir niemanden beauftragen dürfen, aber Schauspieler und Regisseur können Szenen überarbeiten. Und das kam dabei heraus: 'Ein Quantum Trost' war nie als Fortsetzung von 'Casino Royale' vorgesehen, aber uns ist nichts besseres eingefallen als dort weiterzumachen, wo 'Casino Royale' endete."
So ganz von der Feder geschlagen geben will sich Daniel Craig aber nicht: "Zum Glück hat 'Ein Quantum Trost' funktioniert. Aber wenn man mich fragt, ob ich zufrieden bin, würde ich sagen: Beim nächsten Mal will ich es besser machen!"
Muss er nicht, zumindest nicht beim nächsten Bond "Skyfall", den Daniel Craig gerade dreht - hier war mit John Logan ("Gladiator", "Last Samurai", "Aviator") ein echter Profi am Werk.
Hans Fuchs, London, 14.12.2011, 17:54
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