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Story
De Niro und Eastwood in Siegerpose
Dabei lief doch "The Good German", ein Nachkriegs-Schwarzweiß-Thriller als Hommage an Klassiker wie "Der dritte Mann" oder "Casablanca" schon in den USA so schlecht. Rückendeckung gab ihm ein Journalist aus Skandinavien: "Sie machen immer so gute Filme. Wie bekommen Sie das Geld dafür zusammen?" Soderbergh: " Ich frage einfach!" Ok, "The Good German" hat weniger überzeugt, dafür entschädigte Frau Blanchett mit ihrem schwarzen langen Kleid auf dem roten Teppich - eine bildschöne Frau!
Und in Sachen Wettbewerbsfilme blieb ja noch "Der gute Hirte". Altmeister Robert De Niro hat "Jason Bourne" Matt Damon in der Rolle des CIA-Gründers Edward Wilson besetzt. Drei Stunden lang wird kalte Kriegsgeschichte aufgearbeitet - stilsicher und spannend von de Niro im Regiesessel inszeniert und vor allem brillant gespielt.
Deutsche auf Augenhöhe mit Hollywood
Großes Lob gab's von Matt Damon für seine deutsche Kollegin Martina Gedeck: "Als sie das erste Mal bei den Proben ihren Mund öffnete, blickte ich gleich auf und wusste, das wird toll!" De Niro, fasziniert vom Kalten Krieg, hatte große Erwartungen an sich selbst: "Mir kam es besonders darauf an, die Welt der Geheimdienste so realistisch und glaubwürdig wie möglich darzustellen!" Gelungen, Herr de Niro!
Noch verblüffender war dann aber der erste deutsche Wettbewerbsbeitrag "Die Fälscher" von "Anatomie"-Regisseur Stefan Ruzowitzky. Ein Drama über die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten, geschehen hinter KZ-Mauern 1944/45. Ein gutes Drehbuch, kein falsches Pathos und vor allem faszinierende Figuren auf guter wie schlechter Seite - "Die Fälscher" ist eine echte Überraschung.
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Martina Gedeck fühlte sich pudelwohl inmitten der Superstars De Niro und Damon aus dem gemeinsamen Film "Der gute Hirte" (Foto: Kurt Krieger)
Eastwood trotz Mittelmaß vergöttert
Hinter den Erwartungen blieb dafür leider das Kriegsepos "Letters From Iwo Jima" von Altmeister Clint Eastwood zurück. Die große Schlacht an japanischen Stränden nach "Flags of Our Fathers" nun aus japanischer Sicht - Hochachtung für das Projekt an sich. Punkteabzug für die Überlänge und den Kitsch zum Schluss. Doch als Eastwood mit charmantem Lächeln in der Pressekonferenz Platz nahm, wollte der Jubel kein Ende nehmen. Die Legende überstrahlt den enttäuschenden Film!
In den kommenden Tagen wird dann erneut Cate Blanchett strahlen, dann mit "Tagebuch eines Skandals", außerdem stellt Antonio Banderas seine erste Regiearbeit vor. Es bleibt spannend!
Gregor Wossilus, Berlin, 12.02.2007, 11:12
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