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Dead Man Walking: Aus Film wird Ernst
Setzt sich für Knacki ein: Susan Sarandon
Es ist schon seltsam, wie der Stoff eines Films manchmal Realität wird: 1995 glänzte Susan Sarandon in "Dead Man Walking" in der Rolle der Schwester Helen, die sich um das Seelenheil des inhaftierten, zum Tode verurteilten Matthew Poncelet (Sean Penn) kümmert und wurde für ihre beeindruckende Schauspielleistung mit einem Oscar ausgezeichnet.
Aber: Sarandon hat offenbar nicht nur die Acadamy-Jury beeindruckt. Während des Filmfestivals in Edinburgh wurde sie nämlich unlängst von einer Gruppe angesprochen, die sich für den in den USA zum Tode verurteilten Schotten Kenny Richey einsetzt.
Richey sitzt seit 1987 wegen schwerer Brandstiftung mit Todesfolge in Ohio hinter Gittern, hat jedoch immer seine Unschuld beteuert. Sarandon kümmert sich zwar weniger um das Seelenheil des Häftlings, sie unterstützt allerdings das Vorhaben der Gruppe, den strittigen Fall neu aufzurollen.
"Ich möchte mich wie so viele für einen neuen Prozess einsetzen", teilte sie in einem Statement mit. Ob's helfen wird? Selbst Papst Johannes Paul II. hatte vor drei Jahren ein Gnadengesuch nach Ohio geschickt - seine Bitte wurde jedoch nicht erhört...
Edinburgh, 05.09.2002, 00:03
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