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Delon legt Coppola rein
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"Freedom Fries" sind von der Speisekarte erst mal gestrichen: Sofia Coppola (Foto: Kurt Krieger)
Französischer Humor: Sofia Coppola dürfte für diese Variante des Scherzetreibens momentan nichts übrig haben. Denn die Art und Weise, in der die Regisseurin reingelegt wurde, hat mit augenzwinkernden Späßchen nichts zu tun.
Aufs Korn genommen wurde die Oscar-Gewinnerin, die derzeit in Frankreich dreht, von niemand Geringerem als Alain Delon. Wie jetzt bekannt wurde, wollte Coppola den mittlerweile 69-Jährigen für ihr "Marie-Antoinette"-Projekt als Darsteller von König Louis XV. gewinnen. Der französische Charmebolzen hatte ihr daraufhin mitgeteilt, dass er das Angebot akzeptieren würde und lud sie für nähere Gespräche zu einer Theateraufführung mit ihm ein.
Französische Mogelpackung
Als Coppola nach dem Stück hinter die Bühne kam, warteten bereits zwei Fotografen auf sie. Nachdem sie ihre Aufnahmen von den zwei Filmberühmtheiten gemacht hatten, gingen Delon und Coppola gemeinsam Abendessen.
Das böse Erwachen sollte schließlich am nächsten Morgen kommen. Mehrere Zeitungen hatten die Fotos gedruckt und titelten mit der Schlagzeile, dass Delon den Part des Monarchen ausgeschlagen hatte. Sein Argument: Er könne keine Rolle spielen, in der er eine Perücke tragen müsse. Allerdings würde er jederzeit in einem zeitgenössischen Film der Amerikanerin spielen.
Allem Anschein nach hatte der eiskalte Engel den gesamten Abend inszeniert, um sich zurück ins Rampenlicht zu bringen. Coppola ist noch immer stinksauer. Die verschmähte Königsrolle hat mittlerweile Rip Torn angenommen.
bdu, Los Angeles, 05.04.2005, 10:38
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