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Denzel ließ "I, Robot" und "Sieben" sausen
So dürfte sich Denzel Washington in den letzten Jahren wohl gleich zweimal in den Allerwertesten gebissen haben. Denn der fähige Mime hat kürzlich verraten, dass er zwei Rollen abgelehnt hat, die statt seiner den Kollegen Brad Pitt und Will Smith Kritikerlob bescherten - und einen prächtigen Geldregen:
"Ich wollte 'Sieben' und 'I, Robot' nicht machen", erklärt Washington. "Als ich damals das Drehbuch zu 'Sieben' gelesen hatte, dachte ich mir: 'Mannomann, das ist einfach zu heftig.' Als ich dann später den Film sah, dachte ich mir: 'Verdammter Mist!'"
Washington hätte dabei Brad Pitts Rolle als Nachwuchsermittler spielen sollen. Sein Partner wäre dabei Morgan Freeman gewesen - sicher ein interessantes Duo. So heimste Brad die Lorbeeren für das Düsterstück aus der Hand von Paranoia-Experte David Fincher ein. Auch die Asimov-Verfilmung "I, Robot" wäre ein guter Griff gewesen. Tummelte sich doch Will Smith mit der anspruchsvollen SF-Action wochenlang an der Spitze der Kinocharts.
Auf drei Neue
Vielleicht hat Denzel ja mit seinen aktuellen Projekten Glück. Als "Mann unter Feuer" serviert er demnächst eine Rachegericht mit jeder Menge Action: Unter der Regie von Tony Scott ("Spy Game") und nach einem Drehbuch von Brian Helgeland ("Mystic River", "L.A. Confidential") klärt er eine Kindesentführung auf. In "Der Manchurian Kandidat" von Jonathan Demme ("Philadelphia") kämpft er dann ab November als Golfkriegs-Veteran mit den Folgen der "Operation Desert Storm".
Aktuell steht Denzel in New York für Antoine Fuqua vor der Kamera, der ihn in "Training Day" bereits als Fiesling zum Oscar führte. Auch in "Tru Blu" spielt Washington einen Tunichtgut: Als Drogenboss Frank Lucas schmuggelt er in den Särgen von US-Soldaten, die in Vietnam gefallen sind, Heroin ins Land. Dabei findet er in Benicio Del Toro einen würdigen Gegenspieler. Der Puertoricaner agiert, wie schon in "Traffic", als Cop im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Das Ganze basiert auf einer wahren Begebenheit, die der Star-Journalist Mark Jacobson im "New York Magazine" publizierte.
Kennern gilt "Tru Blu" als eines der vielversprechendsten neuen Filmprojekte überhaupt. Also: Kopf hoch, Mr. Washington!
sun, New York, 28.09.2004, 16:56
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