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Weisz und Fiennes

"Der Film hat meine Weltsicht verändert"

"Der ewige Gärtner" ist eine elektrisierende Verfilmung des Bestsellers von John le Carré über einen britischen Diplomaten, der den Mord an seiner Frau aufdecken will und in Afrika einem skrupellosen Pharmakonzern auf die Spur kommt. Rachel Weisz und Ralph Fiennes über einen Film, der das Leben verändert.

Als Tessa (Rachel Weisz) ermordet wird, sucht ihr Ehemann Justin (Ralph Fiennes) nach Antworten (Foto: Kinowelt) Großansicht

Als Tessa (Rachel Weisz) ermordet wird, sucht ihr Ehemann Justin (Ralph Fiennes) nach Antworten (Foto: Kinowelt)

» Ihre Charaktere in diesem Film legen sich mit mächtigen Konzernen an. Hätten Sie auch so viel Mut?

RACHEL WEISZ: Ich wünschte, ich hätte ihn. Aktivisten, die gewillt sind, für eine Sache zu sterben, faszinieren mich total. Aber so sehr mich auch die Zerstörung unseres Planeten aufregt, ein derartiges Leben wäre nicht mein Fall. Mein Job ist es, als Schauspielerin Geschichten zu erzählen, und das erfordert bei weitem nicht so viel Mut.

RALPH FIENNES: Man muss ja nicht gleich Aktivist werden. Ich bin zum Beispiel Unicef-Botschafter. Mit meinem Bekanntheitsgrad verschaffe ich dem Anliegen dieser Organisation Publicity. Und Rachel und ich engagieren uns für den Wohltätigkeitsfonds, den der Produzent von "Der ewige Gärtner" ins Leben gerufen hat. Damit unterstützen wir insbesondere die notleidenden Menschen an den Orten in Kenia, wo wir den Film gedreht haben.

Ralph Finnes mit Regisseur Fernando Meirelles (Foto: Kinowelt) Großansicht

Ralph Finnes mit Regisseur Fernando Meirelles (Foto: Kinowelt)

» Die Erfahrungen der Dreharbeiten klingen also noch nach?

WEISZ: Für mich hat die Arbeit an diesem Film meine ganze Weltsicht verändert. Ich hatte nie zuvor Armut gesehen wie in den Slums in Kibera: eine Million Leute, die auf engstem Raum leben. Ohne fließendes Wasser und sanitäre Einrichtungen, ständig von Krankheiten geplagt. Aber ich hatte auch nie zuvor Menschen getroffen, die spirituell so reich waren. Du begegnest hier einer unglaublichen Wärme und Großzügigkeit.

FIENNES: Bei meinen bisherigen Reisen in Afrika habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Die Menge an Widersprüchen, mit denen du konfrontiert wirst, ist völlig verwirrend. Ich erinnere mich an eine Frau in Uganda, die ihre gesamte Familie durch Aids verloren hatte. Aber gleichzeitig strahlte sie eine große Würde aus. Und sie hieß uns mit einer solchen Herzlichkeit willkommen, dass man sich ganz bescheiden und demütig fühlte.

 
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