- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
- Unternehmen:
- Mediadaten
- Nutzungsbedingungen
- Impressum
Krude Hirngespinste hin oder her, Fakt ist: in seiner Musik und seinen Filmen lebt Elvis definitiv weiter. Auch wenn sich bezüglich seiner Hollywoodausflüge die Geister scheiden. Mittelmäßig waren diese oft, schnell zusammengeschrieben und auf den Mädchenschwarm zugeschnitten. Der Star und seine Musik standen im Mittelpunkt, die Handlung war eher Nebensache.
Los ging es 1956, im gleichen Jahr, in dem sein erster großer Hit "Heartbreak Hotel" erschienen war. "Pulverdampf und heiße Lieder" betitelte der deutsche Filmverleih Elvis' Leinwanddebüt, das man im Original als "Love Me Tender" kennt. Eigentlich hätte Elvis nur eine Nebenrolle spielen sollen. Doch weil sein Ruhm stetig zunahm, wurde das Skript fix umgeschrieben und sein Part aufgewertet. Das merkt man dem Machwerk auch an. Allerdings ist und bleibt "Pulverdampf" sein Debüt - und allein deswegen sollte man den Film gesehen haben.
Die großen Momente
Schon ein Jahr später sah es ganz anders aus: "Rhythmus hinter Gittern" (im Original: "Jailhouse Rock") erschien und zeigte, dass der smarte Sänger durchaus über schauspielerisches Talent verfügte. Die in die dramatische Handlung eingebauten Lieder und die sensationelle Choreografie zum Titelsong taten ihr übriges, um zur bis heute anhaltenden Popularität des Films beizutragen.
Wieder ein Jahr später erschien "Mein Leben ist der Rhythmus", der unter Kritikern als Elvis' bester Film gilt. Kein Wunder: Schließlich saß niemand geringeres als Michael Curtiz auf dem Regiestuhl und unter den weiteren Darstellern tummelte sich Hollywoodstar Walter Matthau.
Zwischen Filmspaß und fehlender Anerkennung
Nach seinem Militärdienst und einigen mäßigen Filmdarbietungen ging es 1963 mit "Acapulco" wieder aufwärts mit Elvis' Filmkarriere - eine nahezu dramatische Musikkomödie mit Bond-Girl Ursula Andress an seiner Seite. Der ein Jahr später entstandene "Tolle Nächte in Las Vegas" schlug dann wieder stärker in die Filmspaßkerbe - aber den Fans gefiel's.
Schwerer taten sie sich dann schon mit "Charro!", einem unterschätzten Western mit Elvis in der Rolle eines reumütigen Gangsters. Nicht nur wurde das ebenmäßige Gesicht des Herzensbrechers von einem kratzigen Bart verdeckt - er sang auch keinen einzigen Song. Das musste das Publikum erst mal verdauen.
Nach "Charro!" drehte Elvis nur noch zwei Filme - und konzentrierte sich zunehmend auf sein fulminantes Bühnencomeback. Der Rest ist Geschichte.
bdu, 08.01.2010, 12:40