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Die Oscars 2005
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Clint Eastwood mit den zwei wichtigsten Goldjungs und seine strahlende Hauptdarstellerin Hilary Swank (Foto: Kurt Krieger)
Letztes Jahr musste sich Regie-Haudegen Clint Eastwood mit "Mystic River" noch Peter Jacksons Übermacht aus Mittelerde beugen. Doch dieses Mal war der Altmeister mit seinem großartigen Box-Melodram "Million Dollar Baby" Chef im Ring: Sieg in den wichtigen Kategorien Bester Film und Beste Regie.
Eastwood sorgte zudem dafür, dass Hauptdarstellerin Hilary Swank mit gerade mal 31 Jahren bereits den zweiten Oscar einheimste und auch Morgan Freeman als Nebendarsteller endlich den längst fälligen Goldjungen erhielt. Dass Eastwood als Hauptdarsteller dagegen Jamie Foxx für dessen atemberaubende Leistung als "Ray" Charles den Vortritt lassen musste, war keine Überraschung.
Tragische Figur war einmal mehr Martin Scorsese, der zuletzt 2003 trotz elf Nominierungen für "Gangs of New York" mit leeren Händen das Kodak Theatre verlassen hatte. Diesmal gewann sein "Aviator" zwar mit fünf Preisen die meisten Oscars, jedoch nur in Nebenkategorien. Scorsese selbst blieb der erhoffte und von vielen erwartete Award für den besten Film erneut versagt.
Auch die deutschen Kandidaten "Der Untergang" und die Doku "Die Geschichte vom weinenden Kamel" gingen leer aus. "Wenn Träume fliegen lernen" erlitt mit nur einem von sieben möglichen Oscars ebenfalls eine Bruchlandung. Katerstimmung auch bei den Machern der Wein-, Lebens- und Liebesdramödie "Sideways": nur einer von fünf möglichen Preisen.
Moderator Chris Rock zeigte sich bei seiner Premiere lange nicht so scharfzüngig wie erhofft und riss die Latte, die sein erfahrener Vorgänger Billy Crystal letztes Jahr mit genialen Gags doch ziemlich hoch gelegt hatte. Auch das schnellere Tempo der Zeremonie sorgte eher für Hektik - vor allem bei den gnadenlos vom Orchester unterbrochenen Dankesrednern - denn für die erhoffte knackige Show.
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