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"Dieser Film hat mein Leben verändert"
» Was für ein Gefühl ist das, als Australier eine große Kinogeschichte über sein Heimatland zu erzählen?
BAZ LUHRMANN: "Australia" hat mein Leben verändert - ohne jede Übertreibung. Vorher habe ich mit meiner Familie auf der ganzen Welt gelebt, aber jetzt habe ich endlich wieder die Wurzeln meiner Heimat gefunden.
NICOLE KIDMAN: Ich hatte schon immer einen sehr engen Bezug zu Australien. Den haben meine Eltern gefördert, indem sie mich und meine Schwester häufig auf Ausflüge in die Natur mitnahmen. Und so träumte ich seit Ewigkeiten davon, einen Film zu machen, der die Schönheit dieses Landes feiert ebenso wie die Spiritualität der Aborigines. Jetzt können wir der Welt endlich Dinge zeigen, die sie nie zuvor gesehen hat.
HUGH JACKMAN: Ich habe mich mit dem Land auch vorher sehr verbunden gefühlt, aber diesen Film in der Wildnis des Outbacks zu drehen und Zeit mit den Aborigines zu verbringen, war fantastisch. Wenn du da draußen bist, dann schmelzen deine Alltagssorgen Stück für Stück dahin. Dieser Teil der Welt ist aufgeladen mit Magie.
» Das klingt, als wären die Dreharbeiten die reinste spirituelle Erfahrung gewesen.
KIDMAN: Das waren sie auch. Ich habe innere Harmonie gefunden. Und die Ureinwohner haben sehr großzügig ihre Weisheit und Einblicke mit uns geteilt. Diese Dreharbeiten waren wie Unterricht für mich.
LUHRMANN: Für mich war die beeindruckendste Erfahrung, als ich bei dem Initiationsritus eines Aborigines-Jungen dabei sein durfte. Der musste eine Zeit in der Natur verbringen und verschiedene traditionelle Handlungen vollführen. Auf diese Weise ließ er sein bisheriges Leben symbolisch hinter sich. Und bloß dabei zu sein, war eine außerordentliche Erfahrung. Ich habe zum ersten Mal wirklich Frieden in meiner Seele gefunden. Seither weiß ich, wie wichtig es ist, ein inneres Zentrum zu haben. Sonst wirst du von deiner nervösen Energie nur aufgefressen.
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