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Donaldson im Gespräch

"Ein Stück Papier wird zu einem Film"

Mit dem Krimi "Bank Job" landete der australische Regisseur Roger Donaldson in den USA einen der Überraschungshits des Kinofrühjahrs und auf Nummer eins in den britischen Charts.

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"Bank Job": Jason Statham und sein Team wollen den Safe knacken (Foto: Kinowelt)

» Was reizte Sie an "Bank Job"?

ROGER DONALDSON: Mir gefiel, worum es bei der Geschichte ging. Die sozialen Folgen waren ebenso reizvoll wie der pure Unterhaltungswert. Mich sprach an, dass der Film eine zeitlose Aussage über die britische Gesellschaft trifft. Es ist eine Art Seifenoper über die britische Lebensart, verpackt in einen höchst spannenden Thriller. Als Regisseur muss man auf so etwas einfach anspringen.

» Die wahre Begebenheit des "Walkie-Talkie-Bankraubs", auf dem der Film basiert, war Ihnen also kein Begriff?

Nein, ich hege zwar eine perverse Faszination für die Auswüchse des Lebens in England, aber davon hatte ich noch nie gehört. Man schickte mir das Drehbuch zu, zusammen mit ein paar Zeitungsausschnitten von damals. Das weckte mein Interesse. Als ich dann noch von demjenigen, der das Projekt von Beginn an begleitet hatte, Hintergrundinformationen erhielt, wurde mir klar, dass ich diesen Film drehen wollte. Und zwar in London, denn dieser Abschnitt der Geschichte interessiert mich.

Regisseur Roger Donaldson am Set von Großansicht

Regisseur Roger Donaldson am Set von "Bank Job" (Foto: Kinowelt)

» War es eine Herausforderung, mit einem so großen Ensemble zu arbeiten?

Es gibt mehr als 70 Sprechrollen in "Bank Job", und jede von ihnen ist wichtig. Aber das bereitete mir keine Sorgen. Ich habe schon in der Vergangenheit Ensemblefilme gedreht und dabei gelernt, dass es entscheidend ist, sich bei der Besetzung besonders viel Mühe zu geben. Alle Figuren müssen voneinander leicht zu unterscheiden sein. Dann kommt man nicht in Schwierigkeiten.

» Was war Ihr konkreter Beitrag zum Drehbuch?

Als ich an Bord kam, war die Geschichte mehr eine komödiantische Betrachtung der britischen Gesellschaft. Ich hatte nichts gegen den humoristischen Aspekt, der sich auch im fertigen Film durchaus findet. Mir gefiel aber gerade die politische Dimension ausgesprochen gut, und ich wusste, dass man ihr in Form eines Thrillers gerecht werden konnte.

 
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