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James Franco über "Planet der Affen"

"Es ist nicht der Tod der Schauspielerei"

Die Arbeit an "PRevolution" ist für die Schauspieler intensive Arbeit: Fast alle Szenen müssen aufgrund der Effekttechnologie wiederholt gedreht werden. James Franco bleibt dennoch cool.

James Franco gilt als einer der großen Schauspieler seiner Generation und ist bekannt für seine ungewöhnliche Rollenauswahl - wie auch in Großansicht

James Franco gilt als einer der großen Schauspieler seiner Generation und ist bekannt für seine ungewöhnliche Rollenauswahl - wie auch in "Planet der Affen - PRevolution" (Foto: Fox)

Was hat Sie an einem "Planet der Affen"-Film interessiert?
JAMES FRANCO: Ich wollte unbedingt mit Weta Digital arbeiten. Ihr Prozess fasziniert mich. Zur Vorbereitung auf "Planet der Affen: PRevolution" habe ich mir das komplette Sondermaterial auf den "Herr der Ringe"-DVDs angesehen. Ich wollte wissen, worauf ich mich einlasse. Es erschien mir, als würde es eine interessante und faszinierende Erfahrung für mich als Schauspieler werden. Ich habe noch nie neben einem anderen Schauspieler gespielt, der einen Affen darstellt.

Aufgrund der Performance-Capture- Technologie müssen Sie diverse Szenen mehrere Male drehen, mal mit Affen, mal ohne Affen.
Was hätte ich davon, mich darüber zu beschweren? Ich halte es für vernünftiger, den Prozess zu verstehen und die Filmemacher bei der Arbeit zu unterstützen. Die Arbeit mit Andy Serkis ist großartig, weil er ein wunderbarer Schauspieler ist. Wenn er nicht mit dabei ist, versuche ich daran zu denken, dass es auch ausreichend viele Theaterstücke gibt, in denen man als Schauspieler allein so tun muss, als seien andere Personen anwesend. Es geht auch allein, es ist nicht zwingend der Tod der Schauspielerei. Rede ich mir ein.

Wie passt dieser Film zu den anderen Titeln des Franchises?
Ich bin kein Experte für "Planet der Affen", kenne nur den ersten Film. Mir scheint, dass sich die erste Reihe von Filmen mehr als Kommentar zu Rassenbeziehungen und gesellschaftlichen Entwicklungen verstand. Unser Film ist ein Prequel, eine Frankenstein- Geschichte über einen Wissenschaftler, der in den Lauf der Natur eingreift und die Kontrolle darüber verliert. Es ist eine interessante Figur, ein einsamer, vom Leben abgekapselter Mann. Als sein Vater an Alzheimer erkrankt und er die Pflege übernimmt, sieht er eine Chance, endlich eine Beziehung zu ihm aufzubaueen, und er will ihn nicht verlieren. Auf diese Weise kommt der kleine Schimpanse in ihr Leben, und der zuvor so isolierte Mann wird selbst zu einer Art Vater.

Ist er eine tragische Figur?
Was denken Sie? Er richtet eine ganz schöne Scheiße an. Nicht aus böser Absicht, er will seinem Vater helfen. Aber das rechtfertigt vermutlich nicht den Untergang des gesamten Planeten, wie wir ihn kennen.

Thomas Schultze, 03.08.2011, 09:00
 
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