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"Es war ein großer Schock"
» Herr Olm, Herr Kalkofe, wie muss man sich Ihre Rollen in "Robots" vorstellen?
HANS-WERNER OLM:
In "Robots" spreche ich Madame Gasket, der eine Ersatzteilfirma für Roboter gehört. Die Firma wird von ihrem missratenen Sohn Ratchet geleitet. Der Kerl ist ein richtig schleimiger Wichser.
OLIVER KALKOFE:
Genau, und deswegen hat man mich für diese Rolle genommen. Ratchet verwehrt den armen Robotern ihre Ersatzteile. Stattdessen müssen sie seine teuren, neu entwickelten Upgrades kaufen, und der Rest wird verschrottet. Ich bin praktisch wie ein Redakteur von "The Swan".
» Herr Kalkofe, wie lebt es sich mit Herrn Olm als Mutti?
KALKOFE: Es war ein großer Schock für mich, als ich erfuhr, dass Hans Werner meine Mutter ist. Dieses Gefühl ist nur vergleichbar mit dem Moment, in dem Luke Skywalker erfährt, dass Darth Vader sein Vater ist. Ich habe das psychisch noch nicht ganz verarbeitet.
OLM: Ach, komm! Wir haben doch noch nie etwas zusammen gemacht, es wurde wirklich langsam Zeit.
KALKOFE: Ja, aber musste es gleich Blutsverwandtschaft sein?
» Sie sind Comedians, Schauspieler, nun synchronisieren Sie auch. Sind Sie Allround-Talente?
OLM: Comedy ist nunmal ein weites Feld, hat in erster Instanz viel mit Sprache zu tun. Ich finde es weitaus interessanter, mit Sprache an sich zu arbeiten oder Hörspielsachen zu machen, als dass man ständig meine Nase dazu sehen muss. Das ist manchmal gar nicht so vorteilhaft. Allerdings würde ich gerne mal eine Hauptrolle in einem US-Topfilm wie "Ocean's Twelve" spielen. Das ist eigentlich mein Ziel.
KALKOFE: Ich setze jetzt auf Bond. Nachdem Pierce Brosnan abgedankt hat, sehe ich da große Chancen für mich.
» Herr Kalkofe, sind Sie ein Zeichentrickfan?
KALKOFE: Ich bin mit Filmen wie "Das Dschungelbuch" und "Aristocats" aufgewachsen, die liebe ich bis heute. Ich schaue auch gerne "Die Simpsons" und bin ein großer Fan von modernen Animationsfilmen. Nicht nur wegen der Technik, sondern auch inhaltlich. Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in "Robots" steckt - man kann den Film mehrmals hintereinander sehen, und wird doch immer wieder etwas Neues entdecken. Ich habe großen Respekt vor dieser Kunst.
Dörte Langwald, 16.03.2005, 09:58
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