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Harte Wahl

Farrell opfert seine Freunde

Wer einmal über den Tod eines anderen Menschen bestimmen musste, wird nie wieder der selbe sein...

Charmebolzen Colin Farrell kann's auch ernst und dramatisch (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Charmebolzen Colin Farrell kann's auch ernst und dramatisch (Foto: Kurt Krieger)

So ergeht es Colin Farrell in seinem neuen Thriller "Triage". Als knallharter Fotoreporter tritt er darin mit einem Kollegen und einer Freundin eine hoch gefährliche Mission an - und kehrt davon alleine zurück.

Obwohl die Filmemacher bisher nicht mehr über die Handlung verraten wollen, lässt sich schon aus dem Titel des Projekts ein heikles Detail schließen: Im Militär bedeutet "Triage", dass in einer ausweglosen Situation entschieden werden muss, wer die beste Chance auf eine Rettung hat und wer vernünftigerweise als hoffnungslos aufgegeben werden muss. Derjenige, der diese Entscheidung trifft und damit ein Todesurteil fällt, hat meist für den Rest seines Lebens unter schweren posttraumatischen Gewissensnöten zu leiden, die ein normales Dasein so gut wie unmöglich machen.

Dracula auf dem Balkan

Dass der Film "Triage" dabei in einem Kriegsgebiet spielt, lässt sich am Namen des Regisseurs ablesen. Der Bosnier Danis Tanovic erzählte schon in "No Man's Land" von den Absurditäten des Krieges in seinem konfliktgeschüttelten Heimatland. Auch der Darsteller des Mannes, den Farrell wohl in den Tod schickt, ist bereits bekannt: Altstar Christopher Lee mimt Farrells Begleiter. Die beste Freundin des Reporters spielt Paz Vega, die in "Spanglish" Adam Sandler als Kindermädchen den Kopf verdrehte. Auch sie bleibt in "Triage" auf der Strecke.

Ein richtig anspruchsvoller Film also für Farrell, der zuletzt als gestylter Drogencop im "Miami Vice"-Kinofilm zu sehen war und der demnächst mit der finsteren Gaunerkomödie "Brügge sehen... und sterben?" ins Kino kommt.

sun, Los Angeles, 11.04.2008, 14:26
 
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