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"Ich konnte nicht anders"

FBI verhaftet Scarlett Johanssons Handy-Hacker

Nach sechs Monaten ging der Hollywood-Hacker dem FBI ins Netz: Christopher Chaney klaute intime Fotos von Scarlett Johansson und stellte sie ins Web. Jetzt droht ihm eine harte Strafe.

Hacker verhaftet, aber Scarlett Johanssons Nacktfotos sind im Web (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hacker verhaftet, aber Scarlett Johanssons Nacktfotos sind im Web (Foto: Kurt Krieger)

Die "Operation Hackerazzi" des FBI endete als voller Erfolg: Im März stahl ein Hacker private Nacktfotos aus dem Handy von "The Avengers"-Star Scarlett Johansson. Jetzt wurde der Täter gefasst - die intimen Bilder allerdings sind ins Web gelangt.

Scarlett Johansson selbst half dabei, dem Hacker eine Falle zu stellen. Dem 35-jährigen Christopher Chaney aus Florida wird vorgeworfen, Daten aus den Handys weiterer Hollywood-Stars gestohlen zu haben. Auch Vanessa Hudgens ("Sucker Punch") und Mila Kunis ("Black Swan") sollen zu seinen Opfern zählen.

Chaney gab sich nach seiner Verhaftung zerknirscht und entschuldigte sich bei seinen Opfern: "Es tut mir so leid. Ich habe die schlimmste Invasion in das Privatleben gestartet, die man überhaupt machen kann - und das bei Menschen, die ohnehin kaum ein Privatleben haben."

Dem Hollywood-Hacker drohen jetzt 121 Jahre Gefängnis

"Seit sechs Monaten frisst mich das schlechte Gewissen auf", sagte der Täter in seiner Stellungnahme. "Ich begann aus Neugier damit und dann wurde es zur Sucht. Ich wollte sehen, was die Menschen treiben, die man jeden Tag auf der Leinwand bewundern kann."

Gegen Chaney wurde Anklage erhoben. Befindet ihn das Gericht in allen 26 Punkten für schuldig, drohen ihm 121 Jahre Haft. Er wurde gegen eine Kaution von 10.000 Dollar auf freien Fuß gesetzt, musste aber versprechen, keinen Computer zu benutzen oder ins Internet zu gehen. Scarlett Johansson nützt das alles nichts: Ihre privaten Bilder sind für immer öffentlich.

Hans Fuchs, Los Angeles, 14.10.2011, 08:11
 
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