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Rum-Tagebuch

Fear and Loathing in Puerto Rico

"Wir waren gerade hinter Barstow, irgendwo in der Wüste, als die Drogen zu wirken begannen." Den Anfangssatz aus "Fear and Loathing in Las Vegas" kann sich Johnny Depp schon einmal wieder ins Gedächtnis rufen. Denn nun übernimmt er die Hauptrolle in einer weiteren Verfilmung eines Stoffes von Hunter S. Thompson.

Wieder vereint: Johnny Depp und Benicio del Toro (Foto: Tobis) Großansicht

Wieder vereint: Johnny Depp und Benicio del Toro (Foto: Tobis)

Und in "The Rum Diary" geht es nicht weniger munter zu als in Hunter S. Thompsons Abgesang auf die Hippie-Ära. In seinem Frühwerk - verfasst wurde das "Rum-Tagebuch" 1959 - beschreibt Thompson die Reise des Journalisten Paul Kemp (Johnny Depp) durch Puerto Rico.

Dabei handelt es sich weniger um eine Recherche als mehr um eine nicht enden wollende Serie von Alkohol-Exzessen und Orgien. Obwohl die Story sehr nach "Fear and Loathing in Las Vegas" klingt, soll der Tenor beider Filme grundsätzlich unterschiedlich werden.

Kaum zu glauben, spielt doch Depps "Fear and Loathing"-Sidekick Dr. Gonzo alias Benicio del Toro erneut eine der weiteren Rollen und führt auch noch Regie. Neben den beiden werden auch noch Josh Hartnett und Nick Nolte zu sehen sein.

Drehbeginn noch in diesem Jahr

Bleibt also nur zu hoffen, das Drehbuch-Autor Michael Thomas den richtigen Kniff findet. Denn um solch eine Bestzung wäre es bei einem schlichten Aufwasch des einmaligen "Fear and Loathing in Las Vegas" einfach zu schade.

Thomas jedenfalls hat in "Backbeat", einer tollen Hommage an den fünften Beatle Stuart Sutcliff, schon bewiesen, dass er sich auf die leisen Zwischentöne versteht. Viel Zeit hat er dazu allerdings nicht, die Dreharbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

tw, Los Angeles, 16.09.2003, 19:04
 
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