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Neuer Bissband

Fünftes "Twilight"-Buch ist da

Ultrabrutal und vielleicht ein bisschen menschenverachtend kommt das neue "Twilight"-Buch nach ersten Meinungen daher.

Robert Pattinson hat als Edward Cullen im fünften Großansicht

Robert Pattinson hat als Edward Cullen im fünften "Twilight"-Band keinen Auftrag mehr (Foto: Concorde)

"Twilight"-Fans aufgepasst: Wer sich bis jetzt nur auf Stephenie Meyers Homepage mühsam durch "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner" blätterte, darf nun aufatmen. Das Buch ist da und ab sofort auch im deutschen Handel erhältlich.

Bree Tanner ist eine Randfigur aus dem dritten "Twilight"-Roman. Sie gehört zu einer Gruppe neugeborener Vampire, die extra geschaffen wurden, um Bella Swann den Garaus zu machen. Bree ist dabei, wie der Titel der neuen Geschichte schon sagt, ein tatsächlich kurzes Leben beschieden. Das Mädchen wird nach der Schlacht zwischen Vampiren und Werwölfen von den Oberblutsaugern aus Italien, den Volturi, als letzte Überlebende hingerichtet.

Robert Pattinsons und Kristen Stewarts Rollen kommen nicht vor

Diese Szene gegen Ende des Buches fiel schon durch ihre ungewohnte Brutalität auf. So hört Bella, die dem Ganzen nicht zuschauen will, nur ein "Jammern, Krachen und Knacken" und nimmt schließlich den Geruch von Weihrauch war, als Bree, in Einzelteile zerlegt, auf einem Scheiterhaufen landet.

Ähnlich brutal gestaltet sich auch ersten Berichten zu Folge "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl". Im Mittelpunkt stehen Bree und ihr Begleiter Diego. Bree ist vorwiegend damit beschäftigt, in dem Vampirclan zu überleben und Diego anzuschmachten. Dazwischen geht das Rudel seitenweise auf die Jagd und es werden fleißig Menschen zerstückelt und verspeist. Die Hauptfiguren bilden dabei keine Ausnahme: Sie sind aber in dem Sinn "gut", dass sie nur die töten, die eh keiner mehr haben will: Penner, Stricher, Zuhälter und Drogensüchtige. Eine Art "natürliche Auslese" also, mit der sich Stephenie Meyer mit Sicherheit wenig Freunde auf dem deutschen Buchmarkt machen wird.

Ansonsten halten sich die Beurteilungen zum neuen "Twilight"-Buch die Waage: Einige Fans sind begeistert. Andere wiederum kritisierten einen konfusen Stil und reichlich Ideenarmut. Hier und da kommt sich ein Leser auch schon mal veralbert vor und fragt sich, warum er für ein so schmales und vorwiegend auf Splatter ausgerichtetes Bändchen knapp 16 Euro hingelegt hat. Man könnte fast meinen, Frau Meyer habe mit dem fünften Buch mal schnell ihre Kasse auffüllen wollen - funktionieren wird das in jedem Fall.

mija, München, 09.06.2010, 13:27
 
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