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George Lucas soll sich bei Carrie Fisher entschuldigen
In einem Aufsatz für die 'DailyBeast'-Website schreibt Carrie Fisher über den größten Fehler ihrer Karriere, als sie für die Rolle der Leia Organa in "Star Wars" unterschrieb: Sie ließ sich ihr Abbild nicht schützen - jede Menge Prinzessin Leia-Artikel wurden verkauft und sie bekam nichts davon ab.
"Der Fehler war, dass ich im Vertrag mein Abbild umsonst hergab", klagt Carrie Fisher, "damals dachte man über so etwas nicht nach. Es gab noch gar kein Merchandising im Filmgeschäft. Und niemand konnte ahnen, welche Dimensionen die Serie annehmen würde."
Auch beinahe 25 Jahre nach dem Kinostart des ersten "Star Wars"-Abenteuers wird Carrie Fisher ständig mit dem alten Ärger konfrontiert: "Neulich beim Shopping sah ich kleine Kuchenspieße mit meinem Gesicht drauf", schäumt sie, "wer braucht so etwas nicht? Ich habe dafür bezahlt! Wieviel Geld hätte ich mit solchem Zeug verdienen können? Ich will es gar nicht wissen, das macht mich nur sauer."
"Star Wars": Eine neue Hoffnung für Prinzessin Leia
Carrie Fishers Vertrag umfasste eine kleine Beteiligung an den Einspielergebnissen im Kino, aber nicht an Erlösen aus Video-, DVD-, Blu-ray- und Fanartikelverkäufen oder TV-Ausstrahlungen. "Ich habe George Lucas über die Jahre immer wieder deswegen angemacht, aber Reue gezeigt hat er nie", schließt Fisher ihr Jammer-Essay ab.
Auf Beistand von Zwillingsbruder Luke braucht Prinzessin Leia nicht zu hoffen - Mark Hamill erging es auch nicht besser. Aber vielleicht spült ihr ja die neue Kinotechnik ein paar Nachzügler-Dollars in den Geldbeutel: Da George Lucas alle sechs "Star Wars"-Filme in 3D konvertiert wieder in die Kinos bringen möchte, könnte ihr alter Vertrag wieder greifen. Aber das wird noch dauern, denn zuerst kommt die zweite Trilogie an die Reihe, und in dieser hat Leia nur eine Minirolle - als Baby.
Hans Fuchs, Los Angeles, 15.09.2011, 08:40
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