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Hello USA

"Good Bye, Lenin!" goes America

Turnschuh-Göre Lola hat es vorgemacht, als sie unter dem Titel "Run, Lola, Run!" über die amerikanischen Leinwände flitzte. Nun zieht Ost-Boy Alexander Kerner nach.

Auf zum Siegeszug durch die Staaten: Daniel Brühl Großansicht

Auf zum Siegeszug durch die Staaten: Daniel Brühl

Denn nach Franka Potente als "Lola" wird nun auch Daniel Brühl mit "Good Bye, Lenin!" in den USA zu sehen sein. Und wieder sind es die Jungs von Sony Pictures, die einen deutschen Erfolgsfilm über den Großen Teich bringen.

Das Timing ist perfekt: Die Dramödie um einen Ost-Jugendlichen, der seiner Mutter nach einem langen Koma nicht den Schock der Wiedervereinigung zumuten will, hat gerade neunmal beim Deutschen Filmpreis abgesahnt - darunter die Auszeichnungen als Bester Film und der Preis für den Besten Hauptdarsteller (Brühl).

Mal sehen, ob die rührige Komödie ähnlich erfolgreich wird wie der Vorgänger von Tom Tykwer. Dessen "Lola rennt" fand nämlich gleich den Weg auf den amerikanischen Kulturolymp: Der Film mit dem ungewöhnlichen Comic-Look und der postmodernen Wirklichkeitsaufsplitterung inspirierte die Truppe um Matt Groening zu einer Sonderfolge der "Simpsons", in der Lisa als Lola die Straßen von Springfield entlangsprintet um drohendes Ungemach von ihrer knallgelben Familie abzuwenden. Eine Ehre, die sonst Größen wie Aerosmith, Leonard Nimoy oder dem jeweiligen Präsidenten vorbehalten ist.

Wenn Alexander also im Trabbi ähnlich abräumt wie Lola zu Fuß, darf man sich wohl bald auf Bart freuen, der seiner kranken Mutter die Fenster verhängt, weil draußen eine Wodka-Reklame anzeigt, dass die Russen Springfield besetzt haben. Oder so ähnlich...

bosu, 10.06.2003, 18:09
 
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