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Fronteinsatz

Harrison Ford in Irakkriegs-Film

Mit den US-Kampfeinsätzen am Persischen Golf haben die Filmemacher in den USA so ihre Probleme.

Bald in Uniform: Harrison Ford (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Bald in Uniform: Harrison Ford (Foto: Kurt Krieger)

Mit dem ersten Golfkrieg von 1991 beschäftigte sich bislang nur "Three Kings", aktuell dreht der Brite Sam Mendes darüber "Jarhead". Den aktuellen Krieg am Golf - der immerhin auch schon im März 2003 begann - hat sich bis auf Michael Moore noch niemand vorgenommen. Und auch Moore konzentriert sich auf die Schicksale an der Heimatfront.

Direkt in die vorderste Linie gehen nun jedoch die Produzenten Stacey Sher und Michael Shamberg, die bereits Erfolge wie "Schnappt Shorty", "Gattaca" und "Erin Brockovich" ins Kino brachten. Sie planen die Verfilmung des noch unveröffentlichten Buches "No True Glory: The Battle for Falujah".

Stahlhelm statt Schlapphut

Der Kriegsberichterstatter Bing West beschreibt darin die erst abgebrochenen und dann Monate später mit schweren Verlusten auf beiden Seiten erkaufte US-Offensive auf die Rebellenhochburg Falludscha.

Offenbar ist auch der Hauptdarsteller bereits gefunden: Harrison Ford soll in die Rolle von General Jim Mattis schlüpfen, der den Kampfeinsatz auf der amerikanischen Seite leitete. Eigentlich war geplant, dass die Produzenten und Ford gemeinsam eine Komödie nach den Dreharbeiten zu "Indiana Jones IV" machen.

Doch die Verzögerungen bei "Indy" wirbeln nun die Terminpläne aller Beteiligten kräftig durcheinander, was Harrison Ford wiederum Zeit für diesen Film gibt. Ob er sich andererseits mit diesem thematisch noch unklaren und mit heißer Nadel gestrickten Projekt einen Gefallen tut, wird man abwarten müssen.

tw, Los Angeles, 16.12.2004, 15:29
 
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