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Harry Potter ist tot
Der junge Mann hat sicher nicht damit gerechnet, dass sein Name einmal um die Welt gehen würde, geschweige denn, dass sich eines Tages tausende wildfremder Menschen um sein Grabmal scharen würden. Doch der Mann, der vor 66 Jahren bei einem Scharmützel in Hebron fiel, hieß Harry Potter.
Nun pilgern täglich die Fans seines zauberhaften Namensvetters zur letzten Ruhestatt des Soldaten, die auf dem Friedhof der israelischen Kleinstadt Ramle nahe Tel Aviv liegt. Der leidgeprüfte Wärter Ibrahim Huri konnte sich zunächst überhaupt nicht erklären, was die Menschentraube um das Grab des Soldaten bedeutete. "Doch dann hat mir jemand von den Büchern und Filmen erzählt", sagt Huri.
Goldene Nase
Inzwischen haben sich sogar die Stadtväter der makabren Anekdote angenommen - und gedenken, das Ganze in bare Münze umzusetzen. So will man vor allem mehr über das Leben und die genauen Todesumstände des Soldaten herausfinden. Dann soll die Geschichte als große Attraktion in den Stadtführer aufgenommen werden.
Ängstliche Anhänger des Zauberschülers fürchten nun, das könnte ein schlechtes Omen ganz im Sinne von Sybill Trelawney sein, die Harry in den Romanen beinahe täglich ein frühzeitiges Ableben prophezeit. Und auch Autorin J.K. Rowling streut ja immer wieder gerne Gerüchte, dass Harry die auf sieben Teile angelegten Buchreihe möglicherweise nicht überlebt. An deren Ende wäre Harry übrigens 18...
sun, Ramle, Israel, 26.01.2005, 17:51
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