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Jungstar orakelt

Harry Potter muss sterben

Pünktlich zum Kinostart des dritten Teils plaudern die Darsteller der "Harry-Potter"-Reihe aus dem Nähkästchen.

Ist Harry wirklich dem Tod geweiht? (Foto: Warner) Großansicht

Ist Harry wirklich dem Tod geweiht? (Foto: Warner)

So verkündete Daniel "Harry" Radcliffe beispielsweise, ganz in der Tradition der unbeliebten, weil ewig schwarzsehenden Seherin Sybill Trelawney, dass die Titelfigur im letzten Band der Erfolgsreihe seiner Meinung nach den Löffel abgeben werde:

"Lord Voldemort und Harry haben eine starke Verbindung. Wenn der eine stirbt, kann der andere nicht überleben."

Obwohl die Vermutung für Kenner der Bücher nahe liegt, kommt Radcliffes Orakelspruch doch überraschend. Schließlich schweigt Autorin Joanne K. Rowling wie ein Grab, wenn sie auf Details über den Fortgang der Potter-Saga angesprochen wird. Und falls sie Darstellern und Regisseuren zum tieferen Verständnis der Figuren doch einmal etwas enthüllt, achtet sie wie ein Luchs darauf, dass die Betroffenen ihr exklusives Wissen ja nicht ausplaudern.

Nobel geht der Zauberschüler zu Grunde

Doch möglicherweise ist mit Daniel einfach die Begeisterung über den anstehenden Kinostart des dritten Teils "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" durchgegangen: Kollege Rupert Grint alias Ron Weasley ließ sich im Zuge der Promotion-Tour gar zur verräterischen Äußerung hinreißen, er habe sehr gern in Schottland gedreht, "weil es dort so tolle Golfplätze gibt." Grint ist gerade mal 15.

"Ron" hat es ohnehin faustdick hinter den abstehenden Ohren. Erstmals verriet Grint nämlich, wie er an die begehrte Rolle als Harrys Kumpan gekommen war:

"Ich habe vor dem Casting ein Video eingeschickt, auf dem ich mich als meine Schauspiellehrerin verkleidet und gerappt habe. Dazu musste ich natürlich auch einen Rock anziehen. Ich wusste zwar, dass Ron keine Frauenrolle ist. Aber ich wollte unbedingt auffallen und zeigen, wie vielseitig ich bin."

Boris Sunjic, London, 28.05.2004, 16:42
 
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