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Ich tu nur so

Hawke im Drogenrausch

Wahre Schauspielkunst kann ein Fluch sein - nämlich dann, wenn der Betrachter nicht mehr zwischen Realität und Schein unterscheiden kann.

Vom Leben gezeichnet: Charaktermime Ethan Hawke (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Vom Leben gezeichnet: Charaktermime Ethan Hawke (Foto: Kurt Krieger)

Meldungen von beständigem Liebeskummer und exzessivem Alkoholkonsum dürften die Auslöser gewesen sein: Die New Yorker Öffentlichkeit sorgt sich um Ethan Hawke. Denn der Schauspieler steht im Verdacht, Tag für Tag Unmengen an Drogen zu sich zu nehmen.

Das Gerücht steht im Raum, seit der Star aus "Before Sunset" das Independent-Theater der Ostküsten-Metropole für sich entdeckt hat. In dem Yuppie-Drama "Hurlyburly" mimt Hawke den vom Leben gelangweilten Eddie, in dessen Männer-WG Joints, Koks und Frauen brüderlich geteilt werden. Hypernervös und orientierungslos, wie seine Rolle laut Stückvorlage angelegt ist, scheint das Publikum die darstellerische Leistung von Hawke für bare Münze zu nehmen.

Am Bühnenrand dem Wahnsinn nah

Zumindest musste sich der smarte Mime bereits mehrmals für das Treiben seiner Bühnenfigur rechtfertigen. Die Drogen seien nicht echt und darum bestehe kein Anlass zur Sorge: "Wir verwenden eine spezielle Kräutermischung, die wie Marihuana riecht. Und das Kokain ist ein Ersatzstoff aus Zucker."

Sieht man von seiner glaubwürdigen Bühnen-Performance einmal ab, ist Hawke auch aufgrund jüngst getroffener Aussagen mitschuldig an den Gerüchten um seinen psychischen Zustand.

Erst kürzlich hatte der in Trennung lebende Single verlauten lassen, dass es ihn wahnsinnig machen würde, wenn er Noch-Gattin Uma Thurman im Zuschauerraum wüsste. Weil er in seiner Rolle als Eddie permanent über Frauen lästert und sie beschimpft, könnte das Publikum denken, dass er damit die Mutter seiner beiden Kinder meint.

bdu, Los Angeles, 27.04.2005, 14:46
 
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