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Gefühlsduselei

Hopkins hasst die Oscars

"And the Oscar goes to..."

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Boykottiert Hopkins die nächste Oscar-Verleihung? (Foto: Kurt Krieger)

Jedes Jahr im März lauschen Millionen von Filmbegeisterten gespannt diesen Worten. Die Oscar-Verleihung - sie ist die wichtigste Award-Show überhaupt und ein Society-Ereignis der Extraklasse. Frisch getunte Stars in sündhaft teuren Designerklamotten schreiten erhaben über den Roten Teppich, um sich im Blitzlichtgewitter zu aalen.

Von dem Affentheater gänzlich unberührt zeigt sich Anthony Hopkins: "Diese ganze Gefühlsduselei und das hysterische Geflenne! Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Meine Güte, Schauspielerei ist doch keine Gehirnchirurgie! Es gibt Millionen von Ärzten, Krankenschwestern und Sozialarbeitern, die den Oscar viel mehr verdient hätten."

Galamuffel

Harte Worte aus dem Munde eines begnadeten Schauspielers, der für "Amistad", "Nixon" und "Was vom Tage übrig blieb" gleich drei Oscar-Nomierungen kassierte und die begehrte Trophäe 1992 für seine Darbietung als Hannibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" dann auch absahnte. Angeblich hatte er damals aber mit dem Sieg des "Herrn der Gezeiten", Nick Nolte, gerechnet. Auch seine Hoffnung auf einen Stau, der sein rechtzeitiges Eintreffen verhindert hätte, wurde zunichte gemacht.

Kleiner Tipp: vor der Kamera weniger überzeugend agieren und zur nächsten Oscar-Verleihung einfach später losfahren!

slg, Los Angeles, 19.12.2003, 16:51
 
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