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"Ich bin kein Schlaffi!"
In Wirklichkeit bin ich ein ganz Böser!
Einem derart charmanten Briten, dem Höflichkeit und Stil ins hübsche Antlitz geschrieben stehen, verzeiht man es sogar, wenn er einen Film mit dem bösen F***-Wort beginnt. Seit "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam" und "Notting Hill" lieben alle Hugh Grant als den Inbegriff des "Englishman in Movies with Englishmen".
Und seitdem schwebt das Damoklesschwert des Type-Casting bedrohlich über der Karriere des privat gelegentlich wenig stilvoll agierenden Grant. Da half selbst der Auftritt als rücksichtsloser Womanizer neben "Renée Zellweger" in "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" nicht.
Jetzt hat Hugh endgültig die Nase voll: "Es gibt dieses Bild des geleckten tölpelhaften Engländers von der Public School von mir. Ich war aber nie an einer Public School - das sind nur Rollen in Filmen. Ich bin nicht dieser Typ."
Da lässt sich Hugh schon lieber auf seine Eskapaden mit Damen aus dem horizontalen Gewerbe ansprechen. Vorausgesetzt sein Image-Bruch wird auch entsprechend gewürdigt: "Manche Journalisten sagen dann ganz gönnerhaft: 'Ja, der hat manchmal auch eine andere Seite, aber das ist halb so schlimm'. Denen würde ich am liebsten ihr Mikrofon in ihren gönnerhaften Hals rammen!"
Klingt etwas unreif, vielleicht steckt Hugh noch zu sehr in seiner Rolle als Will Lightman aus "About a Boy". Die Verfilmung des Bestseller-Romans von Nick Hornby läuft ab August in den deutschen Kinos: Der chice Londoner Will stellt verheirateten Frauen nach und bekommt vom 12-jährigen Marcus Nachhilfe im Erwachsenwerden.
Vielleicht sollte Hugh seinen Filmpartner auch privat engagieren.
22.04.2002, 00:03
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