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Christina Ricci im Gespräch

"Ich bin viel zu klein"

In "Speed Racer" ist Christina Ricci derzeit als Rennfahrer-Girlie Trixie zu sehen. Im Interview verrät Ricci, warum sie sich für diese Blockbuster-Rolle entschieden hat und warum sie sonst lieber Außenseiter spielt.

Ricci im Farbenrausch: Großansicht

Ricci im Farbenrausch: "Speed Racer" (Foto: Warner)

» Wie sind Sie in einem poppig-bunten Effektspektakel wie "Speed Racer" gelandet? Wir kennen Sie doch eher aus düsteren Geschichten.

CHRISTINA RICCI: Ganz einfach - weil mich die Regisseure Andy und Larry Wachowski gefragt haben. Ich mag fantastische Filme, bin auch körperlich fit, so dass ich gerne Stunts drehe. Und in einem technisch aufwändigen Film wie "Speed Racer" bist du als Schauspieler ganz anders gefordert, weil du sehr lange Pausen zwischen den Takes hast und du einen neuen Rhythmus für dich finden musst.

Davon abgesehen: Ich bin ein ganz normales Mädchen, das am liebsten vor dem Fernseher abhängt und sich in Einkaufszentren wohlfühlt.

Im Juni ist Christina als Großansicht

Im Juni ist Christina als "Penelope" zu sehen (Foto: Capelight)

» Aber meistens spielen Sie traumatisierte Charaktere oder Außenseiter - Inzestopfer, Depressivkranke oder Mädchen mit Schweinenasen wie demnächst in "Penelope".

Ich gebe zu, dass mir solche Rollen leichter fallen als die normalen Charaktere. Der Grund, weshalb ich sie spiele, hat damit zu tun, dass ich für diese Personen Verständnis wecken möchte. Die Leute haben so schnell Vorurteile und verdammen jemand, der ihnen unangenehm erscheint. Aber vielleicht kann ich mit meinen Filmen dazu beitragen, dass sie diese Menschen verstehen lernen.

Meine Figur in "Black Snake Moan" zum Beispiel kam zuerst wie eine exzessive Nymphomanin herüber, aber dann stellte sich heraus, dass dieses Verhalten nur ein Hilferuf war, nachdem sie als Kind missbraucht worden war. Vielleicht ist meine Absicht ein wenig naiv, aber ich möchte wirklich den Menschen etwas beibringen.

 
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