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Iñárritu im Gespräch

"Ich lasse mich nicht beeinflussen"

Nach "Amores perros" und "21 Gramm" beendet Alejandro González Iñárritu mit "Babel" seine Trilogie über die menschliche Unfähigkeit zur Kommunikation.

Brad Pitt kämpft in Großansicht

Brad Pitt kämpft in "Babel" um seine schwer verletzte Frau (Cate Blanchett) (Foto: Tobis)

» Der Trend geht zu einfach gestrickten Filmen. Sie machen das Gegenteil und verbuchen Erfolg.

ALEJANDRO GONZÁLEZ IÑÁRRITU: Ich habe das gemacht, was ich machen wollte, lasse mich weder korrumpieren, beeinflussen, noch zu Kompromissen zwingen. Sogar bei einem 15-Stunden-Tag verliere ich nie mein Ziel aus den Augen. Glücklicherweise habe ich Leute gefunden, die so denken wie ich. Nicht alle Studios schätzen Formula-Filme.

Ich spiele zwar wieder mit Strukturelementen und setze sie neu zusammen, halte "Babel" aber für ziemlich linear und chronologisch erzählt. Hollywood ist zwar eine Fabrik, aber auch ein Schmelztiegel und eröffnet unglaubliche Möglichkeiten - selbst für Außenseiter wie mich. Dabei sollte man natürlich die Budgets nicht überstrapazieren.

Er verliert sein Ziel nicht aus den Augen: González Iñárritu (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Er verliert sein Ziel nicht aus den Augen: González Iñárritu (Foto: Kurt Krieger)

» Warum sind Sie von Focus zu Paramount gewechselt?

Mit "21 Gramm" stemmte Focus Features die erste Produktion, für Paramount Vantage war es "Babel". Jedes Projekt braucht die richtigen Leute. Paramount plante gerade eine Image-Auffrischung und hat richtig was riskiert mit einem nicht gerade kommerziellen Film in vier Sprachen.

Die Produktion war mit 101 Drehtagen über acht Monate verteilt auf drei Kontinenten alles andere als ein Spaziergang. Wenn ich eine Szene in Marokko drehte, hatte ich schon die nächste Szene in Tokio im Kopf. Für den Stress entschädigten mich Respekt und Unterstützung, und ich hatte den Final Cut.

 
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