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Ausgebremst

Indische Beamte wollen "Bond"-Szene kappen

Geht es nach dem indischen Eisenbahnminister, dann kommt "Bond 23" nicht zum Zug ...

Daniel Craig alias James Bond darf in Indien nicht aufs Dach (Foto: Fox) Großansicht

Daniel Craig alias James Bond darf in Indien nicht aufs Dach (Foto: Fox)

Jetzt ist endlich raus, warum die Produktion von "Bond 23" in Indien seit Wochen auf dem Abstellgleis versauert und bislang vergeblich auf eine Drehgenehmigung wartet: Die Eisenbahner befürchten, Daniel Craig könnte mit seinem geplanten Zug-Stunt ihren Fahrgästen ein schlechtes Beispiel abgeben.

Während seiner 007-Mission soll Craig nämlich auf dem Dach eines fahrenden Zuges herumturnen. Nun befürchten die Behörden, dass die Szene das Schwarzfahren salonfähig machen und insgesamt ein negatives Licht auf die staatliche Eisenbahn werfen könnte.

Nun sprach sogar der indische Eisenbahnminister persönlich ein Machtwort: "Auf dem Zugdach mitzufahren ist in Indien illegal und niemand soll dazu ermuntert werden", sagt Dinesh Trivedi, "deshalb wird das auch nicht gezeigt werden. Dreharbeiten haben sicher zu sein und keinesfalls dürfen dabei die Passagiere belästigt werden!"

Das Titelgerücht für Bond 23: "James Bond 007: Carte Blanche"

Neu ist die Information, dass die Szene auf den Dächern eines vollbesetzten Passagierzuges gedreht werden soll. Bislang war von einem mit einer hochgiftigen Chemikalie gespickten Güterzug die Rede, wie es Autor Jeffrey Deaver in seinem jüngsten Bond-Roman beschreibt. Gerüchten zufolge soll "Bond 23" auch den Titel des Romans, "Carte Blanche", bekommen.

Die Macher um Regisseur Sam Mendes haben Probleme mit den indischen Behörden erwartet und längst einen Plan B entwickelt: Sollte Daniel Craig den Indern tatsächlich nicht aufs Dach steigen dürfen, liefert er den Stunt eben auf einer Trasse in Südafrika ab.

Hans Fuchs, London, 06.09.2011, 17:54
 
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