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Sarumans Schnitt

Jackson rechtfertigt sich

Mit seiner Entscheidung, Christopher Lee alias Saruman im abschließenden Teil seiner "Herr der Ringe"-Trilogie nicht mehr zu berücksichtigen, stieß Peter Jackson auf viel Unverständnis in Fankreisen. Nun hat der Regisseur erstmals Stellung bezogen.

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Redet Klartext: Peter Jackson (Foto: Warner)

Christopher Lee erfuhr von Jacksons Entscheidung angeblich erst aus dem Internet und boykottierte anschließend schwer gekränkt sämtliche Premieren von "Die Rückkehr des Königs". "Wenn ihr wissen wollt, warum ich nicht mehr dabei bin, müsst ihr schon mit der Produktionsfirma oder dem Regisseur sprechen", ließ der 81-Jährige über seine Website verlauten. "Ich weiß es nämlich nicht!"

Falsch, meint Peter Jackson: Der "Ringe"-Macher kann die ganze Aufregung nicht verstehen - er will Lee nämlich bereits vorab darauf hingewiesen haben, dass sein Auftritt der Schere zum Opfer fallen könnte und schiebt nun den Fans die Schuld in die Schuhe. "Alles, was ich im Internet gelesen habe, ist unwahr", beklagt sich Jackson. "Ich habe mehrmals mit Christopher telefoniert und es geht ihm gut. Es sind ausschließlich seine Fans, die jetzt überreagieren."

Wirkung statt Vollständigkeit

Auch auf die Frage aller Fragen hat der Filmemacher eine Antwort: Warum hat er den rund siebenminütigen Auftritt von Saruman überhaupt unter den Tisch fallen lassen? "Er war nie für 'Die Rückkehr des Königs' vorgesehen, sondern eigentlich für 'Die zwei Türme'", meint Jackson. "Letztendlich ist diese Szene nur eine von vielen, die wir für die finalen Fassungen unserer Filme nicht berücksichtigen konnten. Denn je länger die Filme wurden, desto mehr verloren sie an Wirkung."

Die vielen Fans werden das wohl nach wie vor anders sehen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als auf die "Special Extended Edition" des Films zu waren, in der Saruman definitiv seinen Auftritt haben wird.

Los Angeles, 18.12.2003, 16:22
 
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