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Auch zahlreiche Tier werden dem Bau des Staudamms Belo Monte zum Opfer fallen. (Foto: AL!VE Vertriebs- und Marketing AG)
Wie bitter es für ein Volk ist, wenn es für Technik und Fortschritt weichen muss, zeigte James Cameron eindrucksvoll in "Avatar - Aubruch nach Pandora". Doch auch im wirklichen Leben setzt sich der Regisseur für bedrohte Völker ein: Jetzt plant Cameron einen 3D-Film über Ureinwohner im brasilianischen Regenwald, deren Lebensraum durch den Bau eines gigantischen Staudammes gefährdet ist. James Cameron möchte mit seinem Film auf die Notlage der Menschen hinweisen und ihr Leben sowie ihre Kultur dokumentieren.
Noch in diesem Jahr werde er nach Brasilien reisen und die Führer eines Stammens namens Xikrin-Kayapo treffen. Bei diesem Volk ist James Cameron kein Fremder mehr: Schon zweimal besuchte er die Ureinwohner, bot seine Unterstützung an und drehte bereits einen Kurzfilm zu dem geplanten Projekt. Nun habe ihn abermals ein Hilferuf der Indianer ereilt: "Ich kehre wieder dorthin zurück und diesmal ist die 3D-Kamera dabei", erklärte der Regisseur.
Das Staudammprojekt Belo Monte am Rio Xingu, einem Nebenfluss des Amazonas, ist schon seit den 80er Jahren aktuell. Aufgrund internationaler Proteste kam das Ganze aber immer wieder zum Erliegen. Im Frühjahr dieses Jahres nun gab es grünes Licht: Brasilien baut das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt und setzt sich über sämtliche Proteste von Umweltschützern und Kritikern hinweg. Mehrere Tausend Menschen, darunter Stämme von Ureinwohnern, müssen dem Milliardenbau, der die Flutung einer riesigen Urwaldfläche vorsieht, weichen.
mija, Los Angeles, 07.09.2010, 13:44