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Schatten des Bruders

Joaquin Phoenix auf Entzug

Das warnende Beispiel von River Phoenix allein hat wohl nicht gereicht. Der starb 1993 im Alter von 23 Jahren an einer Überdosis Drogen. Nun hat sich sein Bruder Joaqin, einer der Stars von "Gladiator", vor zwei Wochen selbst in eine unbekannte Klinik einliefern lassen.

Joaquin Phoenix kämpft gegen die Geister, die seinen Bruder River riefen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Joaquin Phoenix kämpft gegen die Geister, die seinen Bruder River riefen (Foto: Buena Vista)

Seit dem tragischen Tod seines Bruders River Phoenix hatte der Schaupieler Joaquin Phoenix immer wieder beteuert, er selbst wolle weder Drogen noch Alkohol anrühren. Schließlich hätte derlei Teufelszeug seinen Bruder das Leben gekostet.

Nun hat sich der Star von "Gladiator" vor zwei Wochen selbst in eine unbekannte Klinik einliefern lassen: Dort möchte er sich gegen Alkoholismus behandeln lassen.

Seine Sprecherin betont jetzt zurecht den "Mut" ihres Klienten, gegen die Krankheit vorzugehen. Wenn schon die Vorsätze versagt haben, will sich Joaquin Phoenix wenigstens professionell helfen lassen.

Zwischen Schicksal und Selbstbestimmung

Der 30-jährige Darsteller hat noch ein paar Gründe mehr, einen gesünderen Weg für seine vielversprechende Zukunft zu suchen: Seine Rolle in "Gladiator" brachte ihm immerhin bereits eine Oscar-Nominierung ein. Dazu spielter er gerade Johnny Cash in "Walk The Line" an der Seite von Reese Witherspoon. Der bereits abgedrehte Film, ein in Hollywood viel beachtetes Projekt, zeichnet den Werdegang des Country-Stars nach.

Dessen Leben verlief ja zunächst auch nicht so geradlinig wie bei Otto Normalverbraucher und führte dennoch zu Ruhm und Erfolg. Vielleicht eine weitere Motivation für Joaquin, die Schatten des Bruders hinter sich zu lassen.

fb, Los Angeles, 14.04.2005, 16:22
 
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