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Best of Reich der Mitte

John Woo coacht Chinas Allstar-Team

Der Meister kehrt zu seinen Ursprüngen zurück - und bringt eine illustre Gefolgschaft mit

Macht ordentlich Rabatz im antiken China: John Woo (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Macht ordentlich Rabatz im antiken China: John Woo (Foto: Kurt Krieger)

Als ob John Woo noch nicht genügend Projekte an der Backe hätte! Die Vorbereitungen zu "Spy Hunter" laufen auf vollen Touren und die Projekte "Espionage for Dummies" und "He-Man" stehen fest. Die Adaption von "Metroid Prime" sowie ein Musical werfen bereits ihre Schatten voraus.

Doch "The Battle of the Red Cliff" konnte er wohl nicht ablehnen. Erstmals seit seinem Durchbruch in den USA mit "Harte Ziele" (1993) führt der in der Provinz Kanton geborene und später mit seiner Familie nach Hongkong geflohene John Woo Regie bei einem Stoff, der in China spielt.

Historien-Epos in Starbesetzung

Denn das Projekt basiert auf dem chinesischen Bestseller "The Romance of the Three Kingdoms": eine fiktive Heldensage, die vor dem Hintergrund eines historischen Konflikts im China der ausgehenden Han-Dynastie im 3. Jahrhundert spielt.

Und wenn sich jemand wie John Woo schon an ein solches Thema heranwagt, dann richtig: Der Regisseur plant nämlich alles für sein Epos zu verpflichten, was die Volksrepublik China und Hongkong an Stars von internationalem Renommee zu bieten haben.

"Tiger & Dragon"-Held Chow Yun-Fat ist schon sicher mit an Bord, ebenso wie "Hero" Jet Li. Und weil sie in beiden Filmen mitwirkte, darf auch Shooting Star Zhang Ziyi nicht fehlen. Die spielte zuletzt in Wong Kar-wais "2046" mit Gong Li, weswegen auch diese gleich noch mit unter Vertrag genommen wurde.

Da momentan im chinesischen Film ohne Tony Leung Chiu-wai ("Chungking Express") ohnehin kaum etwas geht, verhandelt Woo angeblich auch mit ihm über eine Rolle - übrigens auch mit dessen "Internal Affairs"-Kollegen Andy Lau.

Wo soll Herr Woo alle diese Stars unterbringen, könnte man sich nun fragen. Das ist allerdings kein allzu großes Problem. Denn die Vorlage quillt beinahe über vor edlen Recken, gerissenen Strategen und finsteren Despoten, die sich in wilden Kämpfen, üblen Intrigen und kolossalen Schlachten gegenseitig fleißig den Garaus machen. Bleibt nur zu hoffen, dass in all dem Getümmel am Ende John Woo nicht den Überblick verliert.

tw, Los Angeles / Hongkong, 01.12.2004, 18:32
 
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