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Terry Gilliam im Glück

Johnny Depp doch in "Don Quixote"

Vielleicht bringt der zweite Anlauf der erstmals vor zehn Jahren gescheiterten Vision von Terry Gilliam den erhofften Erfolg. Die Besetzung scheint jedenfalls zu stimmen: Johnny Depp ist dabei!

Johnny Depp kehrt mit Terry Gilliam nach La Mancha zurück (Foto: Concorde) Großansicht

Johnny Depp kehrt mit Terry Gilliam nach La Mancha zurück (Foto: Concorde)

Cineastisch gesehen ist Regisseur Terry Gilliam ein Besessener. Ein zwanghaftes Kreativ-Genie, das sich - einmal einem Projekt verschrieben - nie mehr davon lösen kann, bis es punktgenau nach seiner Vorstellung realisiert wurde. "Brazil", "König der Fischer", "12 Monkeys" und aktuell "Das Kabinett des Dr. Parnassus" - alle seine großen Werke entstanden auf diese getriebene Weise.

Doch eines entstand eben nicht: "The Man Who Killed Don Quixote" - ein Film, der seit über einem Jahrzehnt der Realisierung harrt. Und der im Jahr 2000 zu Gilliams persönlichen Waterloo werden sollte: Absurde Wetterverhältnisse, Dauerstörungen durch Kampfjets und Geldmangel machten den ersten Anlauf im Jahr 2000 zu einem Desaster, die Erkrankung von Hauptdarsteller Jean Rochefort versetzte dem Projekt den Todesstoß.

Terry Gilliam kämpft weiter

Doch noch immer hält Terry Gilliam an seinem Traum fest, will den Abenteuern des Ritters von der traurigen Gestalt einen zeitgemäßen Anstrich verpassen. Und langsam scheint es, als könnten die Visionen des Ex-Monty-Python doch noch Formen annehmen.

So verriet Gilliam jetzt einem Magazin, dass Johnny Depp wieder im Boot sei. Der hätte bereits im gescheiterten ersten Anlauf den Begleiter des Mannes von La Mancha verkörpern sollen, musste aber bei der Planung zu "Don Quixote Reloaded" aus Zeitmangel absagen. Jetzt scheint er Meinung wie Terminpläne geändert zu haben und wird wohl doch noch als Zeitreisender aus dem 21. Jahrhundert Robert Duvall als glanzlosen Ritter auf seiner Quest unterstützen. So die Götter des Filmemachens Gilliam dieses Mal wohlgesinnt sind - und sein Lebenswerk nicht wiederum zum Kampf gegen Windmühlen werden lassen.

aj, Los Angeles, 21.12.2009, 15:31
 
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