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Johnny Depp-Western sollte 275 Millionen Dollar kosten
Ob mit schrägem Animationshumor ("Rango") oder abgedrehter Freibeuter-Sause ("Fluch der Karibik"-Reihe): Wenn Johnny Depp und "sein" Regisseur Gore Verbinski etwas aushecken, stürmen Millionen Filmfans die Kinos. Jetzt hat das Erfolgsduo allerdings eine Nummer zu groß geplant: Ihr "The Lone Ranger" ist dem Studio zu teuer.
Stolze 275 Millionen Dollar sollte der Western kosten, in dem Johnny Depp noch nicht einmal den Titelhelden, sondern dessen Indianer-Kumpel Tonto gibt. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Disney das Projekt auf Eis gelegt hat - und nun auch, warum: "The Lone Ranger" müsste satte 800 Millionen Dollar an den Kinokassen umsetzen, um Profit zu machen.
Ein solcher Erfolg wäre für einen Western ungewöhnlich. Selbst das Gespann Harrison Ford und Daniel Craig blieb mit "Cowboys & Aliens" weit hinter den Erwartungen zurück: Bei Kosten von 163 Millionen Dollar spielte ihr SciFi-Western bislang erst 92 Millionen wieder ein.
Teuer geplant: Die größte Zug-Szene der Filmgeschichte
Die Frage, warum Johnny Depp und Gore Verbinski für "The Lone Ranger" so ein gewaltiges Budget benötigen, ist leicht beantwortet: Rudelweise Werwölfe und andere Kreaturen der indianischen Mythen sollen den Wilden Westen heimsuchen. Auch drei gewaltige Action-Sequenzen, darunter die größte Zug-Szene der Filmgeschichte reißen ordentliche Löcher ins Budget.
Studio und Macher haben "The Lone Ranger" aber noch nicht aufgegeben. Als erste Geste verzichten Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer jeweils auf 10 Millionen Dollar Gage. Aber das reicht noch nicht: Insgesamt müssen 50 Millionen Dollar eingespart werden.
Vielleicht läßt sich ja an Johnny Depps 'Aufwandsentschädigung' noch etwas drehen. Schließlich hat der "The Lone Ranger" als reine Herzensangelegenheit bezeichnet. Er möchte mit der Rolle seine indianischen Vorfahren ehren.
Hans Fuchs, Los Angeles, 18.08.2011, 08:46
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